Formel 1: Zukunft von Force India weiter ungewiss

Force India muss weiter um seine Zukunft in der Formel-1-WM bangen. Beim Großen Preis von Belgien in Spa (Sonntag, 15.10 Uhr/RTL) werden die pinkfarbenen Autos von Sergio Perez (Mexiko) und Esteban Ocon (Frankreich) möglicherweise sogar im Starterfeld fehlen. Der Grund: Die Übernahme des insolventen Rennstalls durch ein Konsortium um den kanadischen Milliardär Lawrence Stroll ist noch nicht rechtskräftig.

Zwar hatte sich der Insolvenzverwalter mit dem angeblich 130 Millionen Euro teuren Deal einverstanden erklärt, doch das Konsortium erwarb bislang nur die Vermögenswerte des Teams. Die Mehrheitsanteile halten weiterhin Vijay Mallya und Subrata Roy. Wegen eines gegen Mallya in seiner indischen Heimat vorliegenden Haftbefehls verweigern einige indische Banken nun ihre Zustimmung für den Verkauf der Anteile.

Damit muss Force India, das in Spa komplett ohne Team- und Sponsorenlogos auftritt, sogar um den Start in den Ardennen bangen. Um das sportliche Aus zu verhindern, hat Formel-1-Eigentümer Liberty Media nach Informationen des Fachmagazins auto, motor und sport und des Internetportals motorsport.com einen Lösungsvorschlag erarbeitet, über den noch am Donnerstag abgestimmt werden soll.

Das Konsortium kann demnach einen Startplatz für ein neues Team beantragen, das bei Null beginnt. Sämtliche Punkte und Preisgelder der bisherigen Saison wären damit hinfällig. Um das zu realisieren, müssen allerdings alle anderen Teams dem Vorschlag zustimmen.

Ist das der Fall, könnte der Rennstall spätestens beim Rennen in Monza am ersten Septemberwochenende mit neuem Namen und einer anderen Fahrerpaarung an den Start gehen. Möglicherweise wird Lance Stroll, Sohn von Lawrence Stroll, den Platz von Esteban Ocon einnehmen, der Franzose könnte zu McLaren wechseln und dort das Cockpit von Stoffel Vandoorne besetzen. Als Strolls Nachfolger bei Williams ist der Pole Robert Kubica (bislang Williams-Ersatzfahrer) im Gespräch.

Die Fahrer äußerten sich zu dem Thema bisher nicht. "Ich weiß nur, dass ich nächstes Jahr Formel 1 fahren werde", sagte Sergio Perez am Donnerstag in Spa.

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