IAAF-Athletenkommission gegen Wiedereingliederung der RUSADA

Die Athletenkommission des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF hat sich vehement gegen die bevorstehende Wiedereingliederung der russischen Anti-Doping-Agentur RUSADA in die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) ausgesprochen. Darüber soll am Donnerstag entschieden werden. In einem Brief an die WADA und deren Chef Craig Reedie heißt es: "Im Namen der Athleten, die wir repräsentieren, bitten wir Sie inständig, gegen eine Wiederaufnahme der RUSADA zu stimmen."

Verbunden mit der Aufforderung war die Bitte, dass sich die WADA an seine ursprünglich verfasste Roadmap halten solle. Diese sah vor, dass Russland einerseits uneingeschränkten Zugang zum Moskauer Anti-Doping-Labor gewähren muss. Zudem müsse der Report des kanadischen Ermittlers Richard McLaren anerkannt werden. In diesem war Russland ein staatlich gedecktes Dopingsystem nachgewiesen worden. Die RUSADA war daraufhin im November 2015 von der WADA suspendiert worden.

Die IAAF-Athletenkommission unter der Leitung des kanadischen Gehers Inaki Gomez räumte zwar Fortschritte Russlands bei der Aufarbeitung des Dopingskandals ein, pochte aber auf die von der WADA erhobenen Forderungen. "Die Roadmap wurde von Ihnen erarbeitet und verabschiedet. Unser Anliegen ist einfach: Folgen Sie den Regeln, die Sie selbst gesetzt haben. Sie sind es allen sauberen Athleten schuldig, dass Sie die Hüter eines sauberen Sports sind."

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