Patzer im letzten Durchgang: Wasserspringer Hausding verpasst 1-m-Finale

Der körperlich angeschlagene Olympiadritte Patrick Hausding ist mit einer großen Enttäuschung in die Wassersprung-EM bei den European Championships gestartet. Der 29 Jahre alte Berliner verpasste am Dienstag in Edinburgh als 14. des Vorkampfes (316,65 Punkte) überraschend das Finale vom 1-m-Brett.

Der Vizeweltmeister fiel nach einem verpatzten Zweieinhalb-Auerbachsalto im letzten Durchgang vom zweiten auf den 14. Platz zurück. Hausding sei "zu dicht am Brett gewesen, so ein Sprung wird als gefährlich gewertet und maximal mit zwei Punkten bewertet", erklärte Bundestrainer Lutz Buschkow.

Durch seine nur 19,20 Punkte im letzten Sprung waren Hausdings Chancen aufs Finale dahin. Am Ende fehlten dem rekord-Europameister 14,15 Zähler auf Platz zwölf. Auch sein Berliner Synchron-Partner Lars Rüdiger schied auf Rang 13 (328,20) aus.

Hausding startet bei der EM noch im Einzel und Synchron-Wettbewerb vom 3-m-Brett. "Er muss den Wettkampf jetzt abhaken und nach vorne gucken", forderte Buschkow. Eine Verletzung soll nach Angaben des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) für das Vorkampf-Aus keine Rolle gespielt haben.

Eine Woche vor seinem EM-Start hatte sich Hausding bei einem Trainingssturz Blessuren am Oberschenkel und am Fuß zugezogen. Davor war er monatelang wegen einer Knieverletzung ausgefallen. "Natürlich will ich um die Medaillen mitspringen", hatte Hausding vor seinem Start gesagt: "Aber es wird schwer mit dem Trainingsrückstand. Vielleicht kann ich mit meiner Erfahrung etwas kompensieren."

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