Schnelle Einigung: Jesse Marsch vor Trainer-Engagement

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Auch RB Leipzig soll seinen Wunsch-Trainer bekommen. Alles deutet darauf hin, dass Jesse Marsch von RB Salzburg der Nachfolger von Julian Nagelsmann wird. Die Österreicher bestätigen Gespräche.

Leipzig (dpa) - Wunsch-Trainer geht zum Wunsch-Verein: Nur einen Tag nach Verkündung des millionenschweren Weggangs von Julian Nagelsmann zum FC Bayern München soll nach übereinstimmenden Berichten mehrerer Medien mit Jesse Marsch der Nachfolger auf der Trainerbank von RB Leipzig feststehen. «Wir werden uns zeitnah dazu äußern», sagte Florian Scholz, Kaufmännischer Leiter Sport bei RB, der dpa am Mittwoch viel- und gleichzeitig nichtssagend.

Der noch in Österreich beim FC Red Bull Salzburg unter Vertrag stehende 47-jährige Marsch stand beim Fußball-Bundesligisten ganz oben auf der von Vorstandschef Oliver Mintzlaff aufgestellten Shortliste. Am Mittwochabend bestätigte Salzburg-Sprecher Christian Kircher der dpa, dass Verhandlungen zwischen den Schwesterclubs aufgenommen wurden. «Noch ist es nicht vollzogen. Wir sind seit Mittag in Gesprächen mit Leipzig. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen», sagte Salzburgs Geschäftsführer Stephan Reiter vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen den Wolfsberger AC am Abend. Marsch selbst sagte bei Sky nur: «Ich bleibe mit meiner Konzentration heute hier.»

Ob die Vollzugsmeldung noch vor dem immens wichtigen DFB-Pokal-Halbfinale am Freitag (20.45 Uhr/ARD und Sky) kommt, war zunächst offen. Eben auch, weil man bei den Leipzigern nach dem Trainer-Beben vom Wochenanfang nicht noch mehr Unruhe haben will.

Nun also soll Marsch ab Sommer die Erfolgsgeschichte der Leipziger in der Bundesliga in verantwortlicher Position fortsetzen. Die RB-Führungsetage traut das dem 47-Jährigen zu, zumal er bereits für ein Jahr Teil des RB Leipzig-Geflechts war. In der Saison 2018/19 gehörte der Amerikaner als Co-Trainer von Ralf Rangnick zu dem Team, das bis ins Pokalfinale vordrang, wo dann der FC Bayern aber mit 3:0 siegte.

Diese Zeit hat Marsch nicht vergessen. «Wenn man mich fragt, welcher Club am besten zu mir passt, ist natürlich Leipzig eine Top-Idee. Wenn ich die Möglichkeit als Trainer in Leipzig haben kann, ist das super», sagte er kürzlich bei Sky Austria. Da war bereits über den Weggang von Nagelsmann nach München spekuliert worden.

RB war bei Marsch zu einem schnellen Handeln gezwungen. Denn auf den Amerikaner, der die erfolgreiche RB-Spielphilosophie in sich trägt und der zwischen 2015 und 2018 die New York Red Bulls zu einem Spitzenteam formte, hatten es wohl auch andere Vereine abgesehen.

Tottenham Hotspur soll genauso bei ihm angefragt haben wie Eintracht Frankfurt. Verständlich, denn in Salzburg leistete Marsch gute Arbeit. Unter anderen formte er Erling Haaland zum Weltklasse-Stürmer und scheiterte bei der ersten Teilnahme der Österreicher in der Champions League nach der Gruppenphase erst in der Zwischenrunde der Europa League an Eintracht Frankfurt.

Dennoch muss sich Marsch in der Bundesliga erst noch beweisen. Immerhin will RB weiter vorankommen - und Nagelsmanns Fußstapfen sind groß. «Wir werden die Lücke schließen, Julian wird uns spüren, wir werden weiterhin auf Angriff gehen und sind überzeugt, dass wir wieder Kompetenz zu uns holen», sagte Mintzlaff noch am Dienstag. Da stand aber wohl schon fest, dass Marsch zurück nach Leipzig kommt. Das Vertrauen in den neuen Cheftrainer ist groß.

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