VfB Auerbach und der nächste Kraftakt

Seit 2012 hält sich der Verein aus dem Vogtland in der Regionalliga - trotz Trainings nach Feierabend und vergleichsweise bescheidener Mittel.

Auerbach.

Seit Mitte Juni schwitzen die Kicker des VfB Auerbach in der Vorbereitung auf die neue Saison. Seit 2o12 hält sich die kleine Vogtlandstadt in der Fußball-Regionalliga, in der die Gegner zwar den Status des Feierabendteams bekunden, intern oft aber nicht viel fehlt zum Profitum. Einige wie Nordhausen oder Cottbus vor zwei Jahren bekennen sich dazu. Schwer wird der Aufstieg alljährlich trotzdem, im Sommer 2020 erst recht. Es gibt keinen Direktaufsteiger in der Staffel Nordost, der Meister muss in der Relegation gegen den Meister der West-Staffel antreten.

Auerbach schielt eher nach unten in der Tabelle. Denn im schlimmsten aller Fälle könnten sechs Teams absteigen, sollten vier Mannschaften aus dem Nordosten aus der 3. Liga runterkommen und der Nordost-Meister den Aufstieg in der Relegation verpassen. "Für uns ist es jedes Jahr ein Kraftakt, wirtschaftlich und sportlich, die Liga zu halten. Für uns kommen nur echte Amateurbedingungen in Frage. Mit der Sparkasse, Vogtlandmilch und Wernesgrüner haben wir treue Partner, die uns seit Jahren unterstützen", sagt Volkhardt Kramer, der langjährige Manager des VfB.

Der 67-Jährige lebt die Tugenden des familiären Vereins vor, ist quasi Tag und Nacht für den VfB erreichbar. Mit Trainer Sven Köhler hat er im Vorjahr einen Glücksgriff gelandet, der die Mannschaft auf Rang neun der Tabelle führte. Und das ist für den ehemaligen Zweitligaprofi des Chemnitzer FC, der seinen Heimatverein in der 3. Liga coachte, nicht immer einfach. "Es kommt ja vor, dass der eine oder andere kurzfristig absagt, weil er noch in der Uni was Wichtiges zu tun hat. Oder ein Spieler muss plötzlich aufs Kind aufpassen. Trotzdem bekommt Sven immer ein ansprechendes Training hin", lobt Kramer den Trainer.

Köhler hat kommende Saison mit Danny Wild, Vaclav Heger und Felix Lietz drei Leistungsträger verloren. Dafür sind u. a. mit Hendrik Wurr (1,91 Meter) und Maximilian Schmidt (1,90 Meter) im Mittelfeld schon mal körperlich stattliche Neuzugänge verpflichtet worden. Auch Rechtsverteidiger Marcel Baude, der auch links spielen kann, sollte eine Bereicherung sein. In jedem Fall wird in Auerbach Identifikation gelebt. Acht Spieler des Kaders kommen aus dem eigenen Verein, wo ehrenamtlich eine tolle Arbeit geleistet wird. Die B-Jugend des VfB ist zum Beispiel gerade in die Regionalliga aufgestiegen, trifft auf Teams wie den 1. FC Magdeburg, Hansa Rostock oder Dynamo Dresden.

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