Vuelta 2018: Feuerprobe für Kapitän Buchmann und Revanche für enttäuschte Tour-Stars

Das deutsche Top-Talent Emanuel Buchmann erhält seine große Bewährungsprobe als Teamkapitän, die abgehängten Podestanwärter der Tour de France hoffen in Abwesenheit von Titelverteidiger Chris Froome auf Wiedergutmachung und die Chance auf einen Grand-Tour-Erfolg: Die Vuelta in Spanien bleibt sich auch in ihrer 73. Auflage treu und verspricht einmal mehr viel Spektakel im Gebirge.

Mit insgesamt neun Bergankünften ist das Profil der letzten großen Landesrundfahrt des Jahres erneut anspruchsvoll gewählt. 3254,7 km müssen die Fahrer auf dem Weg vom Start am Samstag in Malaga zum traditionellen Finale am 16. September in Madrid bewältigen.

Sechs deutsche Radprofis - je drei in den Teams Sunweb und Bora-hansgrohe - nehmen die Spanien-Rundfahrt in Angriff. Während der Berliner Tour-Etappensieger Simon Geschke seine letzte Grand Tour für das Team Sunweb bestreitet, steht bei Bora vor allem Top-Talent Buchmann im Fokus.

Der 25-Jährige aus Ravensburg gilt als eine der wenigen Rundfahrt-Hoffnungen im deutschen Radsport. Im Vorjahr wurde er Gesamt-15. der Tour de France. In diesem Sommer ließ er die Frankreich-Rundfahrt aus, um sich voll auf die Vuelta konzentrieren können. In Spanien wird er erstmals eine dreiwöchige Landesrundfahrt als Kapitän bestreiten.

"Ich bin bereit. Es ist eine Ehre, in so einem starken Team als Leader in eine Grand Tour zu gehen, aber ich werde alles tun, um die Erwartungen an mich auch zu erfüllen", sagte Buchmann. Teamchef Ralph Denk traut Buchmann viel zu: "Unser Ziel ist ein Platz unter den ersten zehn der Gesamtwertung, aber wenn das Rennen gut für uns läuft, denke ich, ist sogar mehr drin."

Viel rechnen sich auch die namhaften Sieganwärter aus. Darunter sind in Richie Porte (Australien/BMC), Vincenzo Niblai (Italien/Bahrain-Merida), Rigoberto Uran (Kolumbien/EF-Drapac) oder Nairo Quintana (Kolumbien/Movistar) gleich mehrere Fahrer, für die die Frankreich-Rundfahrt nicht wie gewünscht gelaufen war.

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