Was die Niners aktuell so stark macht

Die Chemnitzer führen die 2. Basketball-Bundesliga ungeschlagen an. Am Sonntag steht dem Team von Trainer Rodrigo Pastore in der heimischen Hartmannhalle ein echter Härtetest bevor.

Chemnitz.

Sieben Spiele, sieben Siege: Die Niners Chemnitz glänzen bisher in der 2. Basketball-Bundesliga. Als Spitzenreiter spielen sie sich immer mehr in die Favoritenrolle für den Aufstieg in die Erste Liga. "Freie Presse" analysiert den Höhenflug der Mannschaft von Trainer Rodrigo Pastore.

 

Kapitän: Malte Ziegenhagen gehört seit zwei Jahren zu den Leistungsträgern der Niners. Doch seitdem der 27-Jährige in der Sommerpause die Kapitänsrolle übernommen hat, blüht er noch einmal auf. Mit durchschnittlich 18,9 Punkten ist er nicht nur teamintern Topscorer, sondern gehört auch zu den drei besten Werfern der Liga. Zudem führt er die Mannschaft emotional an, übernimmt Verantwortung in engen Situationen und ist Publikumsliebling.

 

Neuzugänge: Als Ligakonkurrent Rhein-Stars Köln den Rückzug aus finanziellen Gründen bekanntgab, waren die Verantwortlichen zur Stelle und verpflichteten das Trio Matthew Vest, Kavin Gilder-Tilbury und Lukas Wank. Auch wenn Wank zuletzt verletzt fehlte - das Trio schlug ein. Gemeinsam mit Ivan Elliott, der von Erstligist Bremerhaven kam, verleihen sie dem Kader im Vergleich zur Vorsaison mehr Größe und Athletik - was sich naturgemäß vor allem in der Defensive positiv widerspiegelt. Auch die Rückholaktion von Virgil Matthews, der ein Jahr in Nürnberg spielte, war ein Erfolg. Er bringt Ruhe in das Spiel, glänzte bis dato mit 34 Assists.

 

Treffsicherheit: Die Niners bringen diese Saison 62,8 Prozent ihrer Zwei-Punkte-Würfe im Korb unter. Liga-Spitzenwert. Nimmt man die Drei-Punkte-Würfe hinzu, liegt die Trefferquote bei 51,1 Prozent. Ebenfalls Spitze in der Zweiten Liga. Die Statistik spricht jedoch nicht nur für das gute Händchen der Spieler, sondern vor allem dafür, dass die Niners häufig aus guter Position abschließen. Ein Verdienst von Cheftrainer Pastore und seiner Assistenten.

Nervenstärke: Den 104:68-Kantersieg gegen Tübingen vergangenes Wochenende ausgenommen, haben die Niners ihre Gegner nicht vom Parkett gefegt. Die Chemnitzer bewahren aber in der entscheidenden Phasen die Ruhe, lassen sich, anders als in der Vergangenheit, seltener aus dem Konzept bringen. Nach den Siegen zu Saisonbeginn ist inzwischen der Glaube an die eigene Stärke hinzugekommen. Das bekamen die Tigers Tübingen zuletzt deutlich zu spüren.

Ausblick: Am Sonntag empfängt der Spitzenreiter den Verfolger Hamburg Towers in der Hartmannhalle (17 Uhr). Das Topspiel der ProA könnte einen Vorgeschmack auf die Playoffs geben. Schließlich steigen nur die beiden Playoff-Finalisten in die Bundesliga auf. Wer sich in der regulären Saison als Erster oder Letzter für die Runde der letzten acht qualifiziert hat, spielt dann nur noch eine untergeordnete Rolle - erst recht in einer so ausgeglichenen Liga wie der ProA.

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