Steuerzahlerbund: Ostdeutsche wären Verlierer

Berlin (dpa) - Die geplante Grundsteuer-Reform von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) würde vor allem für Menschen in Ostdeutschland Steuererhöhungen bedeuten. Das zeigen Berechnungen des Steuerzahlerbundes, über die die «Bild»-Zeitung (Donnerstag) berichtet.

Der Verband habe bundesweit für seine Mitglieder errechnet, wie sich ihre Grundsteuer verändern würde. «Bei unseren Beispielen gibt es zwar auch Fälle, bei denen die Belastung leicht abnimmt. Doch insgesamt fallen im Durchschnitt etwa 70 Prozent mehr Grundsteuern an», zitiert die Zeitung den Steuerzahlerbund. Das betreffe vor allem den Osten.

Die vom Bundesverfassungsgericht bis Ende 2019 geforderte Reform kommt derzeit nicht voran. Vor allem Bayern will, dass den Bundesländern erlaubt wird, von einer Bundesregelung abzuweichen. Der Freistaat will ein Modell, bei dem sich die Steuerhöhe pauschal an der Fläche orientiert, er verlangt deshalb eine Öffnungsklausel für einzelne Bundesländer. Die Pläne von Scholz sehen vor, dass bei der Berechnung der Grundsteuer in Zukunft vor allem der Wert des Bodens und die durchschnittliche Miete eine Rolle spielen.

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4Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 4
    1
    Freigeist14
    06.06.2019

    Richtigstellung : Die SPD wehrt sich nur gegen eine Abschaffung des Soli für alle Einkommensgruppen . Denn von einem Wegfall würden mal wieder vor allem Spitzenverdiener profitieren ,die nicht mehr wissen ,wohin mit dem Vermögen .

  • 5
    3
    acals
    06.06.2019

    Nicht nur, dass die SPD sich wehrt den Soli zu reduzieren bzw. abzuschaffen - jetzt will sie effektiv die Belastung der Bürger weiter in die Höhe treiben. Dafür sind die Sozis bekannt - und dieses ist eine Ursache für ihre "Wahlerfolge".

    Seriös ist, auch eindlich mal mit dem eingenommen Steuergeld auszukommen und dieses nachhaltig anzulegen - in Bund, Land und Kommune.

  • 5
    1
    Zeitungss
    06.06.2019

    @Steuerzahler: Ihr letzter Satz könnte nicht treffender sein. Der enorme bürokratische Aufwand hat nur einen Sinn, ERHÖHUNG. Wie diese Steuer am ertragreichsten gestaltet werden kann, darüber berät ein größeres Beraterteam ausführlich in nächster Zeit. Wer die Kassenlage des obersten Finanzers kennt, sollte sich wirklich nicht wundern. Ich fürchte, von einer Atemluftverbrauchssteuer, Fußgängermaut auf öffentlichen Wegen und anderen Kuriositäten, sind wir nicht mehr weit weg.

  • 7
    0
    Steuerzahler
    06.06.2019

    „Doch insgesamt fallen im Durchschnitt etwa 70 Prozent mehr Grundsteuern an», zitiert die Zeitung den Steuerzahlerbund.“
    Ja hat denn allen Ernstes irgend jemand etwas anderes erwartet! Das wäre ja regelrecht weltfremd und gegen jede Lebenserfahrung!



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