Sächsisches Handwerk warnt vor Umbenennung des Meistertitels

Dresden (dpa/sn) - Sachsens Handwerk hat davor gewarnt, die Berufsbezeichnung des Meisters zu ändern. Pläne, den weltweit anerkannten Meistertitel durch eine neue Bezeichnung zu ergänzen, seien kontraproduktiv und könnten zu einer Abwertung des Titels beitragen, teilten die drei sächsischen Handwerkskammern am Donnerstag mit. Eine Novelle des Berufsbildungsgesetzes sieht neue Bezeichnungen für verschiedene Fortbildungsstufen vor, um Abschlüsse besser international vergleichbar zu machen. Meister könnten sich demnach künftig zusätzlich «Bachelor Professional» nennen. Der Entwurf sollte am Donnerstag auf Bundesebene beraten werden.

«Hände weg vom Meistertitel», forderte der Präsident der Handwerkskammer zu Leipzig, Claus Gröhn. Der Meister verfüge neben Fachwissen auch über Berufserfahrung. Daher sei die geplante Bezeichnung eine «sprachliche Herabwürdigung». Neue Titel dürften nur eine Ergänzung sein, sollten den Meister als Abschlussbezeichnung aber keinesfalls ersetzen, so Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden.

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