Achter zieht ins Finale der Ruder-EM ein - Sieben DRV-Siege

Sieben Siege in den olympischen Klassen zum Auftakt der Ruder-EM in Luzern sorgen bei den deutschen Ruderern für gute Stimmung. Der Achter scheint auf gutem Weg zu einer erfolgreichen Titelverteidigung. Einer-Fahrer Oliver Zeidler hofft auf seine ersten EM-Medaille.

Luzern (dpa) - Der Deutschland-Achter ist bei der EM erfolgreich in die Mission Titelverteidigung gestartet. Mit einem Sieg im Vorlauf auf dem Rotsee in Luzern zog das Paradeboot des Deutschen Ruderverbandes (DRV) auf direktem Weg in das Finale ein.

Die Crew um Schlagmann Hannes Ocik (Schwerin) verwies die Konkurrenz aus Rumänien und Russland mit einer knappen Bootslänge Vorsprung auf die Plätze zwei und drei. «Wir haben unsere Aufgabe gut gelöst und das Geschehen kontrolliert. Aber das Rennen am Sonntag wird eine heiße Kiste», sagte das erfahrenste Teammitglied Richard Schmidt (Trier) mit Blick auf das Finale.

Der in diesem Jahr auf zwei Positionen veränderten Mannschaft, die in Gedenken an den im Februar verstorbenen einstigen Teamfährten Maximilian Reinelt mit Trauerflor antrat, gelang ein souveräner Start-Ziel-Sieg. Angesichts des großen Vorsprungs bereits nach der halben Renndistanz von knapp drei Sekunden konnte sie es im Finish ruhiger angehen lassen und Kräfte für den Showdown am Sonntag sparen. Dabei dürfte es zu einem Dreikampf um Gold zwischen Deutschland, dem Dauer-Rivalen Großbritannien und den Niederländern kommen, die im zweiten Verlauf deutlich schneller waren als die DRV-Crew.

Nicht nur der Achter konnte überzeugen. Weitere sechs Boote aus den olympischen Klassen trugen mit Erfolgen zur positiven DRV-Startbilanz bei. Sowohl Oliver Zeidler im Einer als auch beide Doppelzweier, der Frauen-Doppelvierer, Vierer ohne Steuermann und leichte Männer-Doppelzweier gaben den Gegnern zum EM-Auftakt das Nachsehen. Dennoch warnte Bundestrainer Ralf Holtmeyer vor voreiligen Schlüssen: «Es ist nur eine EM, bei der die starken Übersee-Nationen noch fehlen. Aber es gab mehr Licht als Schatten.»

Seinem Status als Medaillen-Aspirant wurde der Ingolstädter Zeidler gerecht. Scheinbar mühelos hielt der einstige Leistungsschwimmer den Schweizer Nico Stahlberg und den Belgier Pierre de Loof auf Distanz. Beachtlich: Beim Viertelfinal-Einzug war er fast acht Sekunden schneller als Weltmeister Kjetil Borch (Norwegen) in seinem Vorlauf wenige Minuten zuvor. «Es war ein gutes Rennen. So kann es weitergehen. Ich rechne mir gute Chancen aus und möchte einen Podest-Platz erreichen», sagte Zeidler.

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