Asienspiele: Erste Medaille für gemeinsames koreanisches Team

Das gemeinsame Team aus nord- und südkoreanischen Sportlern hat bei den Asienspielen in Indonesien seine erste Medaille gewonnen. Im Drachenboot-Rennen der Frauen über 200 Meter sicherte sich die zwölfköpfige Auswahl auf der Regattabahn von Palembang Bronze hinter China und Indonesien.

Süd- und Nordkorea treten bei den Asienspielen in den Disziplinen Kanu und Rudern sowie im Frauen-Basketball mit vereinigten Mannschaften an. Bereits bei der Eröffnungsfeier liefen die Aktiven von der koreanischen Halbinsel hinter der Vereinigungsflagge ins Gelora-Bung-Karno-Stadion ein. Diese Geste soll bei der Schlussfeier wiederholt werden.

Schon bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang im Februar waren die beiden koreanischen Teams gemeinsam ins Stadion eingezogen. Außerdem trat beim olympischen Eishockey-Turnier der Frauen eine aus süd- und nordkoreanischen Spielerinnen gebildete Mannschaft unter der koreanischen Vereinigungsflagge an.

Bei der Tischtennis-WM zwei Monate später in Schweden erklärten beide Damen-Mannschaften den Verzicht auf ein ursprüngliches Viertelfinal-Duell und beantragten stattdessen erfolgreich die Zulassung als vereinigte Mannschaft für das Halbfinale.

Völkerrechtlich befindet sich die koreanische Halbinsel seit dem Ende des Koreakrieges 1953 im Kriegszustand. Bei einem Gipfeltreffen Ende April hatten sich der südkoreanische Präsident Moon Jae In und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un jedoch darauf verständigt, diesen beenden zu wollen.

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