Bezzecchi sorgt bei GP für lachendes und weinendes Auge

Der Motorradpilot vom sächsischen WM-Team hat den Grand Prix von Österreich in der Moto3-Klasse gewonnen. Für einen deutschen Starter gab es trotz schwachem Rennen eine gute Nachricht.

Spielberg.

Marco Bezzecchi vom PrüstelGP-Team ist nicht zu halten. Für das am Sachsenring ansässige WM-Team bedeutete dies beim Motorrad-Grand-Prix von Österreich eine gute und eine schlechte Nachricht - die gute: Der Italiener triumphierte am Sonntag im Rennen der Moto3-Klasse in Spielberg. Die schlechte Neuigkeit: Der 19-Jährige verlässt PrüstelGP nach der Saison und steigt in die Moto2-Klasse auf, in der er für das französische Tech3-KTM-Team an den Start gehen wird. Das verkündete der französische Rennstall.

Teamdirektor Florian Prüstel hatte schon vor einem Monat während des Sachsenring-Grand-Prix befürchtet, Bezzecchi angesichts dessen Leistungen trotz des bestehenden Zweijahresvertrags nicht halten zu können. Bis der Italiener aus der Nachwuchsschmiede der MotoGP-Legende Valentino Rossi den Rennstall am Ende des Jahres verlässt, wollen die Sachsen aber noch mit ihm feiern. Und Bezzecchi machte am Sonntag deutlich, dass er sich mit einem Weltmeistertitel verabschieden möchte. Durch den Erfolg in Österreich baute er seine Führung in der WM von drei auf zwölf Zähler gegenüber Jorge Martin aus.

Der spanische Honda-Pilot war der Einzige, der die Sachsen im Rennen auf dem Red-Bull-Ring kurz zittern ließ. Und das, obwohl Martin sich erst vor einer Woche im Training in Brünn die Hand gebrochen hatte und operiert werden musste.

Bezzecchi war von der Pole Position ins Rennen gegangen und führte das Feld an. Erst drei Runden vor Schluss attackierte Martin den Führenden. Doch Bezzecchi konterte mehrfach die Überholmanöver des Spaniers und jubelte in der Box mit seinem Team. "Das war ein sehr gutes Rennen mit meinem zweiten Sieg in dieser Saison. Das ganze Team hat dieses Wochenende super gearbeitet. Ich bin froh, so eine tolle Crew hinter mir stehen zu haben". sagte Bezzecchi. Martin büßte noch eine weitere Position ein, wurde am Ende Dritter. Enea Bastianini (Italien/ Honda) landete auf dem zweiten Platz.

Bezzecchis Teamkollege Jakub Kornfeil aus Tschechien beendete den Grand Prix auf Rang 13, einen Rang vor Philipp Öttl. Trotz des enttäuschenden Rennens gab es auch für den 22 Jahre alten Bayern gute Nachrichten. Er steigt am Jahresende aus der kleinsten WM-Klasse in die Moto2 auf und wird Teamkollege von Bezzecchi.

Öttl hatte diese Saison zwar seinen ersten Grand Prix gewonnen, war sonst aber hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben. Mit dem Wechsel zum Tech3-KTM-Rennstall hat er sein Saisonziel bereits erreicht.

Schrötter wird Siebenter

Jorge Lorenzo hat den Großen Preis von Österreich hat in der MotoGP-Klasse gewonnen. Der Spanier vom Ducati-Werksteam verwies den WM-Führenden Marc Marquez (Spanien/Honda) auf Platz zwei. Der Italiener Andrea Dovizioso (Ducati) wurde Dritter. Valentino Rossi beendete den Grand Prix als Sechster.

Marcel Schrötter belegte in der Moto2-Klasse den siebenten Rang. Der 25-jährige Kalex-Pilot aus Bayern sammelte sieben Zähler und rangiert in der WM auf Platz sieben. Den Sieg holte sich der Italiener Francesco Bagnaia (Kalex) vor dem Portugiesen Miguel Oliveira (KTM) und seinem Landsmann Luca Marini (Kalex). (sesi)

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