BSC Rollers Zwickau beantragt Insolvenz

Rollstuhlbasketball: Verein will Saison zu Ende spielen und dann absteigen

Zwickau.

Die Zukunft der Zwickauer Rollstuhlbasketballer ist ungewiss: Wie die Rollers am Freitag bei einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz mitteilten, hat der Verein einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beim zuständigen Amtsgericht in Chemnitz gestellt. Laut Präsident Jürgen Wicka ist der BSC bestrebt, den Spielbetrieb in der Bundesliga vorerst aufrechtzuerhalten. Wie viel Geld den Rollers fehlt, lasse sich derzeit noch nicht sagen.

Unabhängig von der sportlichen Entwicklung im weiteren Saisonverlauf wollen sich die Zwickauer im Frühjahr freiwillig in die 2. Bundesliga zurückziehen. "Mit dem aktuellen Budget ist ein Weitermachen in der höchsten Spielklasse nicht möglich", sagte Jürgen Wicka. Besonders der Umzug in die Sporthalle Mosel im Jahr 2015 hat den Verein finanziell zurückgeworfen. Von ehemals 400 bis 500 Zuschauern pro Spiel im Domizil auf dem Scheffelberg blieben nur rund 50 bis 100 übrig. "Das kostet uns pro Jahr ungefähr 12.000 Euro", erklärte Pressesprecherin Yvonne Förster. Zwar wurde in den vergangenen Jahren jeder Stein umgedreht, um neue Sponsoren zu finden. Aber ohne Erfolg. Um trotz der prekären finanziellen Situation vorerst weiterspielen zu können, hat sich die gesamte Mannschaft bereit erklärt, dem Verein einen Zahlungsaufschub zu gewähren. "Wir wollen die Saison mit erhobenem Haupt beenden", meinte Trainer Marco Förster.

Am Sonnabend (Beginn: 16 Uhr) empfangen die Zwickauer den Aufsteiger Baskets Rahden. Die Rollers wollen dabei den Schwung aus dem ersten Sieg vor einer Woche in Hamburg mitnehmen.

0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...