Chemnitzer Sprinter heiß auf weitere Spitzenränge

Bei der Bahnrad-WM, die am Mittwoch im polnischen Pruszkow beginnt, starten sieben Athleten aus Vereinen und Teams der Region. Prognosen sind schwierig.

Stefan Bötticher (27 Jahre; Chemnitzer PSV): Der Doppelweltmeister von 2013 ist in drei Wettbewerben am Start: Teamsprint (Mittwoch), Keirin (Donnerstag) und Sprint (Sonnabend, Sonntag). Vor allem im Kampfsprint zählt er als amtierender Europameister zum Favoritenkreis. "Wenn alles normal läuft, ist das Ziel, mit einer Medaille nach Hause zu kommen", meinte Bötticher. Bemerkenswert: Keirin wird für ihn der erste WM-Einzelstart seit 2015. Verletzungsbedingt fehlte er 2016 und 2017, im Vorjahr war er nur im Teamsprint dabei.

Joachim Eilers (28; Chemnitzer PSV): Die Form des Mannes mit den grünen Socken ist schwer einzuschätzen. "In der Vorbereitung gab es ein ständiges Auf und Ab, kontinuierliches Training war nicht möglich", berichtete Bundestrainer Detlef Uibel. Der Doppelweltmeister von 2016 (Keirin, 1000 m) erhielt ebenfalls drei Chancen: Teamsprint, Keirin, 1000-Meter-Zeitfahren (Freitag). Über den Kilometer, den er zuletzt im Dezember beim Weltcup in Berlin gewann, feierte er bisher seine größten Erfolge. Vier WM-Medaillen besitzt er bereits. "Die Konkurrenz ist in der Spitze aber noch enger zusammengewachsen", dämpft "Joe" zu große Erwartungen.

Lea Sophie Friedrich (19; Team Erdgas): Die viermalige Junioren-Weltmeisterin 2018 - seit Jahresbeginn im Team - startet bei ihrer WM-Premiere im Elitebereich im Teamsprint (Mittwoch), Sprint (Donnerstag, Freitag) und 500-Meter-Zeitfahren (Sonnabend). "Die Nominierung ist schon eine kleine Überraschung für mich", wertete sie.

Pauline Grabosch (21; Team Erdgas): Sie wird im 500-Meter-Zeitfahren starten. Bei der WM 2018 hatte die Erfurterin überraschend Gold im Teamsprint und Bronze im Sprint gewonnen. Der Unfall von Doppel-Olympiasiegerin Kristina Vogel im Juni 2018, den sie direkt miterlebte, belastete sie lange mental. Als Vierte von 2018 visiert sie Edelmetall an.

Maximilian Dörnbach (23; Team Erdgas): Der 23-Jährige ist bei seiner vierten WM-Teilnahme in Folge für den Sprint aufgestellt, im Teamsprint und über die 1000 Meter als Ersatzmann. "Die Nominierung verstehe ich nicht. Bei den Deutschen Meisterschaften 2018 hat er mit drei Titeln gezündet. Ich hoffe, dass ihm Ähnliches bei der WM gelingt", sagte Michael Hübner, Sportlicher Leiter im Chemnitzer Team.

Marc Jurczyk (23; Team Erdgas): Bei der WM 2017 erreichte er im Keirin das WM-Finale und wurde Sechster. Da will er wieder hin. " Ich hoffe, er kann er im richtigen Moment auspacken. Ihm fehlt natürlich noch etwas die Erfahrung", meinte Hübner, der Jurczyk Anfang des Jahres ins Team holte.

Felix Groß (20; RSV Venusberg): Sein Schwerpunkt liegt auf der Teamverfolgung (Mittwoch, Donnerstag), da war der Leipziger in der Weltcupsaison erneut eine Stütze. Ziel mit Blick auf die Olympiaqualifikation ist eine Top-Acht-Platzierung. "Wir müssen wohl deutschen Rekord fahren, um ein Wörtchen mitreden zu können", glaubt Felix Groß. Nach Platz fünf bei der WM und dem Titel bei der U-23-EM besitzt er zudem eigene Ambitionen in der Einerverfolgung (Freitag).

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