DLV-Asse heiß auf Wüsten-WM in Doha

Der Countdown läuft, das WM-Fieber steigt: Am Freitagnachmittag fällt in Doha der Startschuss zur Leichtathletik-Weltmeisterschaft. Die deutschen Asse wollen der Hitze im Scheichtum trotzen. Der coole Sam Parsons spricht für viele: «Ich habe gute Laune und gute Energie.»

Doha (dpa) - Der Countdown für die 17. Leichtathletik-WM läuft. Am Freitag fällt im klimatisierten Khalifa International Stadium in Doha der Startschuss für die ersten globalen Titelkämpfe in einem arabischen Land.

Die deutschen 71 Athleten im Team sind hoch motiviert - und durch die medizinische Abteilung bestens auf die Hitzeschlacht am Golf vorbereitet. «Wir haben schon im vorigen Jahr ein Hitzemanagement entwickelt. Und das ist auch immens wichtig. Ich denke, dass wir uns sehr gut vorbereitet haben», sagte Verbandsarzt Andrew Lichtenthal. Kühlwesten, Sonnenbrille, Sonnencreme, gekühlte Getränke und viel trinken sind einige Rezepte. «Die Geher haben ein spezifisches Hitzetraining durchgeführt», schilderte der Chirurg aus Hanau.

Auch Richard Ringer ist gewappnet - für die Konkurrenz und gegen Hitze. «Ich habe andere Gegner als das Wetter», sagte der 30-Jährige aus Rehlingen. Und überhaupt: «Eine WM ist eine WM - da stellen wir uns drauf ein. Die Konkurrenz wird genau so gut drauf sein wie ich: Top motiviert und alles geben für's Finale.» Ringer setzt vor seinem WM-Lauf über 5000 Meter keinen Fuß vor die Hoteltür. «Ich bin hier ausgewichen auf das Laufband, was ich eigentlich nicht so mag», sagte EM-Dritte von 2016 über 5000 Meter.

Marathon- und Geherwettbewerbe starten gegen Mitternacht - dann herrschen in Doha aber auch noch etwa 30 Grad. Das Stadion wird auf rund 25 Grad heruntergekühlt.

Sieben-Meter-Springerin Malaika Mihambo ist im DLV-Team als Nummer 1 der Weltrangliste eine der Favoritinnen auf Gold. In die Zukunft wollte DLV-Generaldirektor Idriss Gonschinska traditionell aber nicht sehen. «Eine Prognose wollen wir hier nicht realisieren. Aber ich bin überzeugt: Die, die hier an den Start gehen, die werden performen. Die Bedingungen seien für alle gleich», sagte Gonschinska. «Wir sind darauf mental eingestellt. Die Athleten sind gut drauf eingestellt.» An den ersten drei Tagen sei absehbar keine Medaille zu holen und Geduld gefragt.

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