Mutmacher zum Start der Ruder-WM: Zeidler gewinnt Vorlauf

Für Oliver Zeidler hat die Ruder-WM in Österreich ermutigend begonnen. Sein Sieg im Einer-Vorlauf schürt Medaillen-Hoffnungen. Darüber hinaus blieb auch die restliche DRV-Flotte auf Kurs.

Ottensheim (dpa) - Viel Taktik, wenig Mühe - zum Start in die Mission Tokio 2020 ließ es Oliver Zeidler zumindest auf den letzten Metern gemächlich angehen.

Wie bei einer Trainingseinheit erreichte die deutsche Medaillenhoffnung aus Ingolstadt im Vorlauf der Ruder-WM in Ottensheim als Erster das Ziel. Mit seinem deutlichen Sieg zwei Bootslängen vor Robert Manson zog der 23 Jahre alten Shooting-Star der Szene auf direktem Weg in das Viertelfinale ein. «Den Weltbestzeit-Halter gleich im Vorlauf zu ärgern, gibt eine großen Motivationsschub», kommentierte Zeidler seinen ersten WM-Coup gegen den Neuseeländer.

Angesichts des großen Teilnehmerfeldes und der damit verbundenen vielen Rennen bis zum Finale am kommenden Wochenende schien es geboten, Kraft für die härteren WM-Aufgaben zu sparen. Vor allem für jemanden, dem es noch an Erfahrung mangelt. Nur drei Jahre nach seinem Wechsel vom Schwimm- in den Rudersport liebäugelt Zeidler nicht nur mit einem Olympia-Ticket, sondern auch mit einem Podestplatz.

Der Vorlauf taugte als Mutmacher. Schon bei der 1000-Meter-Marke lag Zeidler deutlich vorn. Deshalb konnte es sich auf den letzten 500 Metern Zeidler leisten, das Tempo zu drosseln. Das machte die hochsommerliche Hitze erträglicher. «Das hat sich super angefühlt. Genauso wollte ich das Rennen fahren», schwärmte Zeidler.

Darüber hinaus blieb auch die restliche DRV-Flotte im Soll. Von den zehn Booten, die am ersten Regattatag in den 14 Olympischen Klassen starteten, erreichten immerhin acht die nächste Runde. Nur der Vierer ohne Steuermann und der Vierer ohne Steuerfrau müssen in den Hoffnungslauf. «Das liegt im Großen und Ganzen im grünen Bereich», befand Bundestrainer Ralf Holtmeyer.

Für den zweiten Tagessieg neben Zeidler sorgte der leichte Doppelzweier. Dabei untermauerten die in diesem Jahr noch ungeschlagenen Jonathan Rommelmann und Jason Osborne (Krefeld/Mainz) ihren Status als Favoriten. Beim Erfolg über Portugal wurde sie jedoch bereits mächtig gefordert. Osborne sieht noch Luft nach oben: «Das Rennen war schlecht, aber das Ergebnis gut.»

Für den Deutschland-Achter beginnen die Titelkämpfe in Österreich erst am Dienstag. Im Vorlauf treffen die Titelverteidiger um Schlagmann Hannes Ocik (Schwerin) neben den Medaillenaspiranten Australien und Kanada auf Italien und Russland. Die Plätze eins und zwei garantieren den direkten Finaleinzug.

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