Neue Korruptionsvorwürfe gegen früheren IAAF-Präsidenten Diack

Lamine Diack, unter Korruptionsverdacht stehender ehemaliger Präsident des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF, sieht sich neuen Anschuldigungen ausgesetzt. Der 85 Jahre alte Senegalese soll nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP seinen Sohn Papa Massata Diack bei Verhandlungen über TV-Rechte zu Lasten der IAAF bevorteilt haben und sei deswegen angeklagt worden.

Diack, der den Weltverband von 1999 bis 2015 führte, steht derzeit in Frankreich unter Hausarrest. Ein Pariser Berufungsgericht hatte festgestellt, dass bei ihm ein "erhöhtes Risiko" bestehe, sich den französischen Behörden mit einer Ausreise zu entziehen.

Diack wird vorgeworfen, als IAAF-Präsident Bestechungsgelder für vertuschte positive Dopingtests erpresst zu haben. Zudem soll er mit seinem Sohn Einfluss auf die Stimmenabgabe afrikanischer Länder bei der Wahl von Rio de Janeiro und Tokio als Ausrichter der Olympischen Sommerspiele genommen haben.

Papa Massata Diack steht seit Dezember 2015 auf der Fahndungsliste von Interpol und soll sich in Dakar aufhalten. Die senegalesische Regierung weigert sich aber, ihn nach Frankreich auszuliefern.

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