Pascal Ackermann triumphiert im Spurt

Der Profi aus der Pfalz krönt auf der ersten Etappe der Deutschlandtour die starke Leistung des Bora-hansgrohe-Teams.

Halberstadt.

Dem Team Bora- hansgrohe ist am Donnerstag bei der Deutschlandtour der Radprofis ein Start nach Maß gelungen. Nach 167 Kilometern war es der bereits im Vorfeld hoch gehandelte Pascal Ackermann, der sich in Halberstadt im Sprint vor Alexander Kristoff (Norwegen) und Simone Consonni (Italien) durchsetzte. Die deutschen Fahrer Nico Denz und Nils Politt schafften auf den Plätzen acht und neun noch den Sprung unter die Top Ten. André Greipel landete auf dem zwölften Rang.

"Wir hatten es definitiv nicht einfach. Viele Teams hatten uns vor allem auf den letzten 20 Kilometern auf dem Kieker und etwas dagegen, dass wir gewinnen", meinte der Tagessieger erleichtert. "Wir waren aber in den wichtigen Gruppen immer gut vertreten. Mein Team hat einen unglaublichen Job gemacht", lobte der 25-Jährige seine Gefährten.

Der Tag begann in Hannover mit Donner und Regen. Doch als sich die 132 Fahrer aus 22 Mannschaften gegen 13 Uhr auf den Weg machten, hatten sich Gewitter und die grauen Wolken längst verzogen, sodass die Regenkleidung der Fahrer in den Teamfahrzeugen bleiben konnte. Auf dem ersten Tagesabschnitt der Tour, die am Sonntag in Erfurt zu Ende geht, stand zwar eine Bergwertung auf dem Programm. Den Schwierigkeitsgrad der Tagesaufgabe schätzten die Experten allerdings als überschaubar ein, sodass schon vorher eine Massenankunft prognostiziert wurde. Im Peloton befand sich mit Mark Cavendish (Großbritannien), Vincenzo Nibali (Italien) oder Julian Alaphilippe (Frankreich) internationale Prominenz.

Allein die Besetzung der Vier-etappenfahrt zeigt, dass es Ackermann und seiner Truppe nicht leicht gemacht werden dürfte, das Rote Trikot des Gesamtführenden zu verteidigen. "Heute haben wir unser Ziel erst einmal erreicht. Jetzt schauen wir von Tag zu Tag", kündigte Pascal Ackermann, der aus Kandel in der Pfalz kommt, an. Neben dem Roten Trikot erkämpfte er sich auch das Grüne Trikot des Sprintbesten. Sein Teamkollege Marcus Burghardt kam mit einem Abstand von mehreren Minuten ins Ziel. Der gebürtige Zschopauer musste in der Schlussphase wegen eines Defekts das Rad wechseln. "Vorher hat er aber über 130 Kilometer unheimliche Helferdienste geleistet", berichtete Ackermann.

Das Geschehen wurde lange von einer Spitzengruppe geprägt, die sich gebildet hatte, als die Fahrer die Grenzen von Hannover verließen. Dazu gehörten die Deutschen Joshua Huppertz und Nikodemus Holler sowie Igor Boev (Russland) und Julien Bernard (Frankreich). Da sich kein großer Name darin befand, ließ das Peloton die Fahrer zwar ziehen, behielt sie aber praktisch immer im Auge. Der maximale Vorsprung der Ausreißer betrug so vier Minuten.

Knapp 20 Kilometer vor den Tagesziel begannen die Attacken im Hauptfeld, sodass der Vorsprung der Spitzengruppe schmolz - und schließlich Geschichte war. Die letzten Kilometer ging es dann richtig zur Sache, wobei die Pedaleure von Bora-hansgrohe trotz zahlreicher Attacken im Bilde blieben.

Am heutigen Freitag wird die 2. Etappe in Marburg gestartet. Sie führt über 202 km nach Göttingen. Die Strecke ist gegenüber dem Auftakt profilierter. Auf Ackermann und Co dürfte wieder ein harter Arbeitstag warten.

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