Silber für Chemnitzer Eistänzer

Bei den Deutschen Meisterschaften der Eiskunstläufer in Oberstdorf wies Benjamin Steffan mit seiner Partnerin weitere Steigerungen nach. Lutricia Bock konnte sich ihre Wünsche nicht erfüllen.

Oberstdorf.

Eistänzer Benjamin Steffan vom Chemnitzer EC und seine Partnerin Jennifer Janse van Rensburg haben bei der Deutschen Meisterschaft im Eiskunstlauf in Oberstdorf Silber erkämpft. Die Oberstdorferin und der Sachse gewannen mit ihrem dynamischen Tanz zu "Paint It Black" die Kürwertung vor den Dortmundern Katharina Müller/Tim Dieck, konnten aber den Rückstand aus dem Rhythmustanz nicht aufholen. Sie erliefen insgesamt 189,21 Punkte, während die Kontrahenten 192,96 Zähler auf ihrem Konto hatten und sich damit das einzige Ticket zur Europameisterschaft, die vom 20. bis 26. Januar im österreichischen Graz stattfindet, sicherten.

"Ich bin stolz darauf, wie wir heute gelaufen sind, es war eine super Kür", meinte Benjamin Steffan. Dann fügte er etwas traurig hinzu: "Mit dem Endergebnis sind wir natürlich nicht zufrieden, es lag jedoch nicht in unserer Hand. Aber wir haben uns an die anderen herangearbeitet und sie international auch schon überholt. Es geht in die richtige Richtung und wir arbeiten weiter hart." Die Saison ist für das Duo, das nach Bronze 2019 erstmals Silber gewann, noch nicht vorbei. Der nächste Start ist Anfang Februar bei den Bavarian Open an gleicher Stelle. Sogar ein Start bei der WM ist noch möglich. Denn sollten Müller/Dieck bei der EM nicht mindestens Platz 13 belegen, würde es laut Verband noch einen Wettkampf der Paare, die so eng beieinander liegen, geben. Bronze ging an die Titelverteidiger Shari Koch/Christian Nüchtern (Berlin).

Bei den Damen rutschte die Chemnitzerin Lutricia Bock nach einigen Fehlern in der Kür vom vierten auf den fünften Rang ab. Die 20-Jährige konnte leider in der Kür nicht an ihre hoffnungsvolle Leistung aus dem Kurzprogramm anknüpfen. Den Titel sicherte sich die Wahl-Oberstdorferin Nicole Schott, die bereits zum fünften Mal nationale Meisterin wurde. Sie lief eine sehr gute Kür mit dreifach Flip-dreifach Toeloop und erzielte 194,60 Punkte. Nur ein Rittberger wurde doppelt. Damit empfahl sie sich für eine vordere Platzierung bei der EM. "Die besten zehn sind das Ziel, auch Top fünf ist möglich", zeigte sich der Schützling von Coach Michael Huth zuversichtlich. Silber gewann Aya Hatakawa aus Oberstdorf, die zeitweise bei Olympiasiegerin Aljona Savchenko trainiert, Bronze an Kristina Isaev aus Mannheim.

Paul Fentz aus Berlin holte seinen dritten Triumph in Folge. Der Berliner stand in seiner Kür zur Musik von Elton John einen vierfachen Toeloop und zwei dreifache Axel und kam vom zweiten Platz nach dem Kurzprogramm nach vorn. Im Paarlauf siegten die Berliner Minerva Fabienne Hase/Nolan Seegert vor ihren Trainingsgefährten Annika Hocke/Robert Kunkel.

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