Tokio-Ticket für Volleyballerinnen weit weg

Tokio 2020 ist das Sehnsuchtsziel der deutschen Volleyballerinnen. Felix Koslowskis Team verliert aber seine Auftaktpartie beim ersten Qualifikations-Turnier. Damit ist das Ticket nach Japan schon in weite Ferne gerückt.

Ningbo (dpa) - Die deutschen Volleyballerinnen müssen ihre Hoffnungen auf ein Olympia-Ticket für Tokio 2020 im ersten Anlauf schon so gut wie begraben.

Die junge Mannschaft von Bundestrainer Felix Koslowski verlor ihre Auftaktpartie im interkontinentalen Qualifikationsevent im chinesischen Ningbo mit 1:3 (25:27, 20:25, 25:17, 20:25) gegen den EM-Dritten Türkei.

Die couragiert auftretenden Deutschen müssen bei dem Viererturnier nun am Samstag (14.00 Uhr MESZ) unbedingt Gastgeber und Olympiasieger China schlagen. Da nur der Gruppensieger im nächsten Jahr sicher in Japan dabei ist, sind die Aussichten für den Deutschen Volleyball-Verband (DVV) jedoch schon nach dem Start fast aussichtslos. Beste deutsche Angreiferinnen waren Jana-Franziska Poll und Louisa Lippmann mit jeweils 14 Punkten.

Letzter Kontrahent für das DVV-Team ist am Sonntag (9.00 Uhr MESZ) Tschechien. Im Januar werden schließlich die letzten Tokio-Tickets vergeben, dort wird allerdings die Konkurrenz auch enorm sein. Deutschlands Volleyballerinnen waren letztmals 2004 in Athen bei dem Mega-Event vertreten.

Auch ohne die erfahrene Libera Lenka Dürr (Karriereende) und die verletzte Außenangreiferin Hanna Orthmann (Oberschenkelprobleme) zeigten die Deutschen eine beherzte Leistung. Zwar lief Koslowskis Team im ersten Satz permanent einem Rückstand hinterher und lag sogar schon einmal 16:21 zurück. Doch die Ruhe verlor der EM-Achte mit der erst 19-jährigen Camilla Weitzel im Mittelblock nicht.

Selbst dann nicht, als die offensivstarken Türkinnen um ihr erst 19 Jahre altes Ausnahmetalent Ebrar Karakurt drei Satzbälle (21:24) am Stück hatten. Sogar noch einen vierten wehrten die DVV-Frauen ab, ehe Lippmann im Block hängenblieb.

Im zweiten Durchgang ging es sogar noch etwas enger zu. Die Deutschen konnten ihren Kontrahenten in der entscheidenden Phase aber nicht genug unter Druck setzen und traten im Block nicht geschlossen genug auf, um auszugleichen. Den wuchtigen Schmetterball von Karakurt zum 0:2 nach Durchgängen, es war der erste von vier Satzbällen, blockte Weitzel nicht erfolgreich.

Mit dem Rücken zur Wand spielten Diagonalangreiferin Lippmann & Co. auf einmal befreit auf - die Türkei war dagegen komplett von der Rolle. Mehr als der Gewinn des dritten Satzes war für Koslowskis nie aufsteckende Schmetterkünstlerinnen aber nicht drin. Karakurt verwandelte gleich den ersten Matchball.

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