Verletzter Kühn wohl nicht als Zuschauer zur Heim-WM

Der verletzte Nationalspieler Julius Kühn (25) wird die Spiele der deutschen Handballer bei der Heim-WM im Januar wohl nicht live in der Halle verfolgen. "Stand heute würde ich sagen: Nein. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ich es übers Herz bringe, nur als Zaungast dabei zu sein", sagte Kühn der Handballwoche. Wegen eines Kreuzbandrisses fällt der Rückraumspieler der MT Melsungen für den Rest der Saison aus und verpasst das Turnier im Januar.

Der deutschen Mannschaft traut Kühn unabhängig von seiner Person eine erfolgreiche WM zu. Das Team verfüge wie auch sein Klub Melsungen über "genügend Qualität, um meinen Ausfall kompensieren zu können. Es sollte schließlich nie alles von einem Einzelnen abhängen." Der Europameister von 2016 gilt als einer der torgefährlichsten Distanzschützen in Deutschland, er war in der abgelaufenen Saison bester Feldtorschütze der Bundesliga.

Kühn freut sich über die vielen Genesungswünsche, die ihn in den vergangenen Tagen erreichten. "Das ist absolut überwältigend. Damit hätte ich nie gerechnet", sagte er. Von dem Schreck der schweren Verletzung, die er sich im Länderspiel im Kosovo (30:14) zugezogen hatte, habe er sich aber noch nicht vollständig erholt. "Der Schock sitzt mir nach wie vor in den Knochen, ich habe das alles noch nicht richtig verarbeitet, bin immer noch sprachlos", sagte Kühn.

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