Viel Lob für Halo nach Leclerc-Crash: "Er wird Leben retten"

Der lange Zeit umstrittene Cockpitschutz Halo hat seine erste echte Bewährungsprobe in der Formel 1 bestanden und damit für viele positive Reaktionen nach dem Großen Preis von Belgien gesorgt. Beim spektakulären Startcrash in Spa wurde Fernando Alonsos McLaren durch die Luft gewirbelt und krachte von oben auf den Sauber von Charles Leclerc, der Titanbügel über dem Helm des Monegassen lenkte Alonsos Boliden dabei ab.

"Der Halo hat wohl geholfen", sagte Leclerc: "Er wurde sehr hart getroffen, ist stark beschädigt, ich war bei diesem Crash ansonsten völlig hilflos." Alonso, der wie Leclerc sein Rennen beenden musste, war ebenfalls überzeugt: "Das Positive an dieser Sache ist: Der Halo scheint zu funktionieren."

Auch Unbeteiligte hatten das Gefühl, dass der Unfall ohne die erst seit dieser Saison an den Boliden verbaute Schutzvorrichtung wohl einen anderen Verlauf genommen hätte. "Es hätte sehr übel ausgehen können", sagte etwa Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff: "Ich bin daher glücklich, dass wir den Halo haben." Der längst zurückgetretene Ex-Weltmeister Nico Rosberg twitterte: "Wir können die Diskussionen um den Halo beenden. Er wird Leben retten!" Man solle dem Automobil-Weltverband FIA danken.

Ein Schutz des Formel-1-Cockpits war über Jahre diskutiert worden, neue Fahrt nahm die Arbeit an einer Lösung auch durch den letztlich tödlichen Unfall des Franzosen Jules Bianchi im Jahr 2014 auf. Die FIA testete zahlreiche Varianten, letztlich machte der Halo das Rennen: Ein Bogen rund um den Helm der Piloten, der vorne von einer Strebe gehalten wird.

Diese Lösung verändert das Aussehen der seit jeher offenen Cockpits in der Formel 1. Die Optik ist bis heute vor allem für Motorsportpuristen der große Kritikpunkt, allerdings wurde auch die Wirksamkeit immer wieder angezweifelt. Zahlreiche Piloten, nicht nur Rosberg, Sebastian Vettel und letztlich auch Lewis Hamilton, waren aus Gründen der Sicherheit dennoch für die Einführung.

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