14 Meter hohe Schultüte peppt Firmengelände auf

Beim Stenner Unternehmen Roth wurde gestern der erste Spatenstich für einen Erweiterungsneubau gesetzt. Der umfasst neben der Erweiterung der Kapazitäten als Sahnehäubchen auch ein neues Wahrzeichen für den Ort.

Stenn.

Klar, beim Guinness Buch der Rekorde hat die Stenner Firma Roth schon angefragt. Denn was auf dem Gelände des Herstellers für Zuckertüten, Adventskalender und Schulbedarf im Gewerbegebiet des Lichtentanner Ortsteils zusätzlich zu den gestern mit dem 1. Spatenstich angeschobenen Erweiterungsbauten für 4,5 Millionen Euro entstehen soll, stellt laut Seniorchef Klaus Roth schon einen Weltrekord dar: Vor dem Verwaltungsbau des Mittelständlers soll bis Ende des Jahres eine Zuckertüte von 14 Metern Höhe errichtet werden. Deren Basis soll eine Betonsäule bilden, um die herum aus Kunststoff die charakteristische konische Form entsteht - rote Spitze inklusive. "Die soll von innen beleuchtet werden", so Juniorchef Lukas Roth.

Am Ende, so sein Vater, soll die illuminierte Zuckertüte von der knapp einen Kilometer entfernten Mitteltrasse aus zu sehen sein. Eigentlich hatte sich Klaus Roth gewünscht, die Zuckertüte aus dem ebenfalls zur Aufstockung vorgesehenen Verwaltungsbau am Ostrand des Unternehmensareals "herauswachsen" zu lassen. Das aber hätte zu statischen Problemen geführt.

Das spektakuläre neue Wahrzeichen ist das Sahnehäubchen auf der größten Investition, die das Unternehmen seit Gründung 1993 tätigt: So wird im Zuge des auf einem hinzugekauften Nachbargrundstück entstehenden Erweiterungsbaus nicht nur der Warenein- und -ausgang neu strukturiert, sondern zudem sowohl die Lagerfläche, als auch die Produktionsfläche für Adventskalender verdoppelt.

Mit dieser Produktlinie hat Roth die Marktlücke der für Erwachsene gedachten süßwarenfreien Variante des Vorweihnachtsartikels geschlossen. Adventskalender etwa für Heimwerker, Kaffeefreunde oder, erotisch, für Paare gehören seit 2013 zur Firma. Seither war die Nachfrage explodiert - von 17.000 Stück im ersten Jahr auf zuletzt 105.000. Bereits der 2017er-Jahrgang der Roth-Adventskalender soll aus den neuen Produktionsräumen kommen.

Zunächst aber müssen vom Baugrundstück mehrere hundert Lkw-Ladungen Erdreich abgetragen werden, um es auf das Niveau der Bestandsbauten zu bringen. "Schon das macht 20 bis 25 Prozent der Baukosten aus", so Roth Senior, der bei der Investition - 3,5 Millionen für das Gebäude, eine Million für Technik - den Freistaat an seiner Seite weiß. Das Programm "Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" fördert die Investition zu 35 Prozent.

Einen Rückschlag mussten die Roths allerdings hinnehmen: Ins Guinness Buch der Rekorde wird es ihre XXL-Schultüte nicht schaffen, wie Lukas Roth berichtet. Begründung der Macher der international verlegten Publikation: Die Zuckertüte sei zu "deutsch".

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
2Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

  • 0
    0
    beast1318
    29.05.2016

    und das Geschäft mit den Adventskalerndern blüht tatsächlich? Schwer vorstellbar - nachdem letztes Jahr schon wieder mal Mineralöl in der Schokolode zu finden war...
    Und mal ehrlich: braucht man noch ne Zuckertüte aks Wahrzeichen?
    Qualität spricht sich von selber herum. Oder will man mit dem Wahrzeichen die Konkurrenz aus Ehrenfriedersdorf ausstechen?

  • 5
    0
    Gast001
    28.05.2016

    Sinnlos



Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
Mehr erfahren Sie hier...