Ein Eckpfeiler der sächsischen Wirtschaftspolitik

Franz Voigt engagiert sich an vorderster Front für die Unternehmen der Region. Seine Vorstellungen sind deshalb nicht für jeden bequem. Am heutigen Montag wird der Chemnitzer IHK-Präsident 65 Jahre alt.

Chemnitz.

Er kommt vom Bau, und Baustellen findet er in Sachsens Wirtschaftspolitik genug. Vom notwendigen Bürokratieabbau bis zum drohenden Fachkräftemangel, vom sich dahinschleppenden Breitbandausbau bis zur trägen Verkehrspolitik: Franz Voigt, seit 2011 Präsident der Industrie- und Handelskammer Chemnitz (IHK), hat viele Themen im Schlepptau, die den Unternehmern der Region unter den Nägeln brennen.

Gut vernetzt engagiert sich Voigt auf landes- und bundespolitischer Ebene unermüdlich für die mehr als 70.000 Unternehmen des Kammerbezirkes. Dass die Wirtschaft mit ihrer Selbstverwaltung ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen muss, davon ist der Bauingenieur mit Ehrendoktortitel fest überzeugt. "Die IHK ist der verlässliche Vertreter des Gesamtinteresses der deutschen Wirtschaft", versichert Voigt. Am heutigen Montag wird der IHK-Präsident 65 Jahre alt und die Chemnitzer Kammer lädt aus diesem Anlass zu einem Geburtstagsempfang ein. Ans Aufhören denkt der vergangenes Jahr wiedergewählte Präsident der IHK jedoch nicht.

Beruflich hat er allerdings die Weichen für die Nachfolge in seinem Unternehmen bereits gestellt. Nach mehr als 40-jähriger Betriebszugehörigkeit hat Voigt Ende 2017 die Geschäftsführung der VSTR AG Rodewisch abgegeben. Seit Juli 1990 hat er das größte vogtländische Bauunternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten geführt. Die Geschäfte des VSTR leitet künftig Jürgen Rannacher alleine. In den vergangenen sechs Jahren hatten er und Voigt auf dem Posten als Doppelspitze agiert. Nachdem das Bauunternehmen inzwischen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde, wechselt Voigt in den Aufsichtsrat, um auch weiter beratend zur Verfügung zu stehen.

Zugleich war Voigt immer für die Sache der sächsischen Wirtschaft engagiert. Seit 1991 ist er Mitglied der Vollversammlung und des Präsidiums der IHK Chemnitz. Von 1992 bis 2011 war er Vizepräsident und Präsident der Regionalkammer Plauen. 2011 wurde er zum Präsidenten der IHK Chemnitz gewählt. Zudem engagiert sich Voigt im Deutschen Asphaltverband. Dort war er von 2007 bis 2010 schon einmal Präsident und wurde 2016 in dieser Funktion wiedergewählt. Auch um die internationalen Kontakte der sächsischen Wirtschaft hat sich Voigt engagiert. Von 1995 bis 2005 war er Vorstandsmitglied der Deutsch-Ungarischen Außenhandelskammer.

Als IHK-Präsident hat er sich vor allem bei der Neustrukturierung der Kammer Verdienste erworben. Mit ihrer regionalen Struktur ist die IHK Chemnitz heute bundesweit ein Vorbild, wie Unternehmen ihre regionale Präsenz auch in den Kommunen und Kreisen einbringen können. "Mit unserer Struktur der Regionalversammlungen sind wir dafür sehr gut aufgestellt. Wir werden diese Präsenz nutzen, um die Kammer stark nach außen zu vertreten", sagte Voigt im vergangenen Jahr nach seiner Wiederwahl. Mit den über 70.000 Unternehmen im Rücken bleibt Voigt ein "Eckpfeiler der Wirtschaftspoltik" in Sachsen.

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