Chemnitz Kulturhauptstadt 2025: Warum gibt es eine Debatte zur Titelvergabe?

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Vorwürfe zur Vergabe des Titels "Kulturhauptstadt Europas" werfen einen Schatten auf Chemnitz 2025. Aspekte einer merkwürdigen Kampagne.


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1515 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 7
    0
    DrWernerSchmidt
    20.12.2020

    @Tifi: Ich hatte den Sarkasmus nicht entdeckt. Das ist leider bei der anonymen Konversation manchmal schwierig. Ich freue mich jedenfalls für Chemnitz, denn das, was ich zu Nürnberg und dem Aschenputtel geschrieben habe, das denke ich manchmal, trifft es auch in Sachsen mit Chemnitz.
    Im Übrigen kann man im Frankenland weiter nach Norden reisen. Da merkt man dann, dass München immer weiter weg ist. Da haben wohl alle Bundesländer ihre hellen und weniger im Licht stehenden Orte.
    Eines hat dieser Artikel aber erreicht. Man spricht über unsere Stadt. Schade nur, dass noch nicht über die Kultur und die Menschen selbst gesprochen wird. Aber das kommt auch noch.
    Und wenn Corona vorbei ist, dann freue ich mich erst einmal wieder in ein Konzert zu gehen oder das Theater zu besuchen.

  • 7
    0
    Klemmi
    20.12.2020

    Im Endeffekt ist es eine schäbige Neiddebatte, losgetreten von einem fränkischen Journalisten, der seine investigativen Künste eher bei der Beleuchtung der CSU-Machenschaften im Bundesverkehrsministerium unter Beweis stellen sollte. Es kann nicht sein, was nicht sein darf...viel Geld floss in Chemnitz, nochmehr in Nürnberg, in die Bewerbung. Jeder kannte im Vorfeld die Strukturen und Abläufe, 5 Wochen nach der Entscheidung wird in Bayern gemunkelt und unterstellt. Warum? Hat man wieder lukrative Verträge unterschrieben, ohne einer zugrundeliegende Entscheidung? Wäre den politischen Größen in Bayern zuzutrauen. Es stinkt jedenfalls nach gammeligen Elisenlebkuchen. Oder sind nach 30 Jahren deutscher Einheit, die Vorurteile gegen eine ostdeutsche Großstadt, die 2018 ins rechte Eck gestellt wurde, in Stein gemeißelt- bei allen die wussten wer, was, wie macht und jetzt klagen und ankreiden.

  • 4
    0
    Tifi
    20.12.2020

    @Dr. Schmidt...Ich bin mir nicht klar was Sie aus meinem Beitrag herauslesen oder Ihre 13 Liker ( gibt es dieses Unwort?) aber Danke für das Angebot ! Aber ich bin Chemnitzer oder eher Erzgebirger im Chemnitzer Exil und bestens , in der Regel aus erster Hand, über wirtschaftliche Entwicklungen und Unterlassungen in Chemnitz in den letzten 40 Jahren + unsere grandiose Industriegeschichte informiert . Und mein sarkastischen Wunsch bezüglich Nürnberg war als Warnung gemeint. Besuchen Sie Nürnberg nach der Coronahysterie und Sie werden verstehen. Und nur btw. wirtschaftliche Entwicklungen und Mäzenatentum waren die Basis der Kultur in Chemnitz und nicht umgekehrt ! Wir sind doch hier nicht der Montmatre im 19 Jahrhundert!

  • 21
    2
    FranzDemmler
    20.12.2020

    Es sind die unvermindert anhaltenden Reflexe, wenn es um den Osten geht. Da obsiegt ein ungeschliffenes sächsisches Juwel gegen den Elisenlebkuchen. Das darf nicht sein. Ich glaube nicht, dass an der Entscheidung für Chemnitz etwas geändert wird, aber ein Geruch wird bleiben. Wir danken dem Spielverderber! Nun ist die Entscheidung für die Kulturhauptstadt Chemnitz zwar für Chemnitz wichtig, aber am Ende nicht wirklich systemrelevant. Anders ist es mit der Tatsache, dass 30 Jahre nach den wirtschaftlichen und politischen Veränderungen von 1989 immer noch über 90 % der relevanten Positionen im Osten von Personen westdeutscher Herkunft besetzt sind. Mit Vetternwirtschaft hat das natürlich nichts zu tun. Auch nicht mit „Netzwerken“, wie es dem Chemnitzer Bewerbungsprozess vorgeworfen wird. Es ist wohl, wie Gerhart Polt so treffend sagte, eine alte „byzantinische Tradition“ in Bayern… Aber wir gehen unseren Weg unbeirrt. „Die Hunde bellen, die Karawane zieht weiter“

  • 19
    1
    defr0ke
    20.12.2020

    @Juergen79
    Dresden hatte sich aber klar und deutlich zu Chemnitz bekannt, nachdem es ausgeschieden war. Also denen darf man keinen Vorwurf machen.

    Im Grunde geht es ja eigentlich nur um Nürnberg, die sich bereits vor der Entscheidung als Sieger gesehen haben. OK, Nürnberg hatten eine verdammt gute Bewerbung und waren anhand dessen der Top-Kandidat auf den Titel. Aber genau diese Tatsache lässt die jetzt als schlechten Verlierer dastehen.

    Wenn man sich zu sicher ist, begreift man es umso weniger, wenn man es nicht geworden ist. Das ist wie bei Einser-Schülern, die mal eine drei schreiben. Für die bricht eine Welt zusammen. Es kommt die Zeit, wo es Nürnberg überwunden hat und erkennt, dass es wichtigeres gibt, als ständig den vergebenen Titel hinterherzutrauern.

    Was allerdings Nürnberg derzeit in ein ganz schlechtes Bild rückt ist, dass von den anderen unterlegenen Kadidaten nicht solche Vorwürfe kommen und nachgetreten wird.

    Nicht Chemnitz ist der Buhmann, sondern Nürnberg

  • 22
    0
    DrWernerSchmidt
    20.12.2020

    @Tifi: "...Diese Stadt steht perfekt für die Entwicklung in D in den letzten Jahren und ist Anschauungsmaterial wie ganz D in 10 Jahren aussieht! Sei es die Allee der untergegangen Unternehmen ( Grundig,MAN, AEG, Herkules, Quelle, TriumphAdler etc.) oder auch die Bevölkerungsstruktur"
    Ich lade Sie gern mal nach Chemnitz ein. Die Stadt hatte einst um die 350.000 Einwohner. Inzwischen sind es nach Eingemeindung einiger umliegender Orte so um die 250.000. Dann unternehmen wir gemeinsam eine Reise durch die Stadt. Von Ost nach West, nicht nur durch eine Allee. Da werden Sie dann mal die Geschichte untergegangener Unternehmen kennen lernen, in denen einst zig tausende Menschen Lohn und Brot fanden.
    Anschließend gehen wir dann in das Industriemuseum. Dort finden Sie eine noch ältere Geschichte von Unternehmen, die einst alle von Chemnitz aus verlagert wurden, so manch eines auch nach Bayern.

  • 21
    4
    Mike1969
    20.12.2020

    @DS91: Du sprichst mir aus dem Herzen. Die CSU stellt immer den Verkehrsminister in der Bundesregierung. Schaut Euch mal die Verteilung der Gelder aus diesem Ministerium zu Gunsten der Bundesländer an. Da merkt man wie in dem Bayern "verteilt" wird. Man kann sich da Wundern warum Bayern immer so seinen besonders dicken Anteil bekommt!?

  • 41
    7
    Mike1969
    19.12.2020

    Chemnitz ist es und hat es. Sorry, wenn jedes Mal so darüber debattiert werden könnte, kommt nie eine Stadt zu dem Titel. Wenn man Sachen in Zukunft anders und besser machen will, dann kann man sich bei der Vergabestelle entsprechend unterhalten. Alles andere ist Schwachsinn von offensichtlichen Menschen die Chemnitz diesen Erfolg nicht gönnen. Und damit Endet die Diskussion an dieser Stelle. Denn alle wollten Gewinnen und nur Einer konnte es schaffen. Das waren wir mit Chemnitz !
    Und welche Rolle spielt hier die Chemnitzerin Susanne Schaper? Das hab ich so nicht ganz verstanden? Steht sie hinter dem Projekt oder Nicht? Das ist immerhin kein politisches Gemetzel zwischen den Parteien. Es geht hierbei um unsere Heimatstadt und die Region. Und nicht um Politik!

  • 53
    7
    Riesenberger
    19.12.2020

    Die Süddeutsche Zeitung lese ich seit 2015 nicht mehr. Dieses Blatt berichtet nicht, es belehrt, kommentiert und richtet. Dass dort eine Kampagne gegen das in Dunkeldeutschland gelegene Chemnitz gestartet wird, kann mich nicht mehr überraschen. Ich hoffe sehr, dass sich die Entscheider dieser Posse nicht anschließen werden.

  • 62
    7
    Juergen79
    19.12.2020

    Es kann nicht sein was nicht sein darf. Chemnitz die böse, braune, Industriestadt im Osten wird Europas Kulturhauptstadt 2025.
    Diese von der „Süddeutschen“ initiierte Schmutzkampagne passt irgendwie ins aktuelle Bild von Intrigen, Verschwörungen und Querdenkern.
    Es ist als gebürtiger Chemnitzer so eine immense Genugtuung, die übrigen selbsternannten Kulturmetropolen Dresden, Nürnberg und Hannover auf den letzten Metern ausgestochen zu haben.
    Wie sagt Arthur Schopenhauer so schön: „In Deutschland ist die höchste Form der Anerkennung der Neid.“
    Dem ist nichts hinzuzufügen.
    N.Richter
    Mannheim

  • 23
    31
    Tifi
    19.12.2020

    Jetzt wundert man sich das solche Projekte, die angeblich immer " aus der Mitte der Bevölkerung " kommen und an Ende ein Selbsbedienungsladen an öffentlichen Geldern sind, geneidet werden ! Und natürlich ab und an auch zum Vorteil der Kommunen, die unter der Flagge des jeweiligen Events, Infrastrukturmassnahmen umsetzen können die jahrelang verschleppt und unfinanzierbar waren trotz dringenden Bedarfes. Natürlich müssen dann auch Schwachsinnsprojekte umgesetzt werden um die Fassade des jeweiligen Events aufrecht zu erhalten . Zudem sind diese wunderbare Gelegenheit für Politiker sich zu präsentieren. Gleichwohl find ich Nürnberg hätte es werden sollen! Diese Stadt steht perfekt für die Entwicklung in D in den letzten Jahren und ist Anschauungsmaterial wie ganz D in 10 Jahren aussieht! Sei es die Allee der untergegangen Unternehmen ( Grundig,MAN, AEG, Herkules, Quelle, TriumphAdler etc.) oder auch die Bevölkerungsstruktur.

  • 39
    8
    ChWtr
    19.12.2020

    Bleibt mal ruhig, Leute.

    Wer den Artikel gelesen hat, weiß, dass hier nicht nur die Frankenmetropole stänkert.
    Und über den ganzen Verflechtungskram in und während so einer Bewerbung - lieber nicht näher drüber nachdenken. Gilt für alle vergangenen und bisher entschiedenen Bewerber.
    Es ist wie überall - nichts Neues in solchen "Entscheidergremien", egal wie man das Kind nennt.
    Ein funktionierendes Netzwerk hilft da vielleicht bzw. sehr wahrscheinlich, wenn denn die Finanzen, äh'm Finanzierung stimmt - möglicherweise auch nachträglich.

    Denn der doppelte Etat aus Nürnberg sollte schon mit dem Zehnfachen "vergoldet" werden - aus Lobby & Politik.

    Die Sächsische Landesregierung wird sich jedoch auch nicht lumpen lassen, so viel steht schon mal fest.

    Warten wir den Januar 2021 ab und ich hoffe nach wie vor auf die Bestätigung der rechtmäßigen Entscheidung für Chemnitz (wollte schon Pro Chemnitz schreiben...).

    Es wird einen Schub für diese gebeutelte Stadt geben - 100Pro.

  • 56
    5
    DS91
    19.12.2020

    Man sollte lieber mal die CSU fragen wie die Entscheidung für das "Deutsche Zentrum Mobilität der Zukunft" nach München gekommen ist.

    Da geht es nicht um Millionen sondern um Milliarden!

  • 61
    10
    DrWernerSchmidt
    19.12.2020

    Was hat Nürnberg mit Donald Trump gemeinsam? Beides sind grottenschlechte Verlierer. Ein groteskes Bild wird da von Leuten gezeichnet, die einfach nicht begreifen wollen, dass es mal ausnahmsweise nicht um Bayern geht. Nun kann ich ja verstehen, dass Nürnberg sich in Bayern wie Aschenputtel vorkommt. Aber ein bisschen mehr Courage hätte man den Bayern, Entschuldigung, den Franken schon zugetraut. Und die Süddeutsche? Vergisst man am Besten. Zeitungen sind auflagengeil. Da pinkelt man dann doch eher in Nachbars Garten.

  • 40
    3
    Susanne63
    19.12.2020

    Diesen Artikel müßte man kostenlos an seine Freunde im Westen weiterleiten können. Schade Chance vertan!