Vielen Windrädern in Sachsen droht das Aus

Bei mehr als zwei Dritteln von ihnen ist ein Ersatz durch leistungsstärkere Anlagen laut einer Studie nicht möglich. Auch Sachsen droht, dadurch seine Klimaziele zu verfehlen.

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1313 Kommentare
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  • 3
    0
    Tauchsieder
    28.09.2020

    Ergänzend wäre noch folgendes bei der Aufzählung hinzu zu fügen "cen.....". Neben der steuerlichen Subventionierung, dienen diese Anlagen auch als steuerliches Abschreibungsmodell. Hier können finanzielle Verluste der Anlagenbetreiber steuerlich geltend gemacht werden.
    Abgesehen von Steuer und Finanzamt wird hier völlig außer Acht gelassen, dass jeder Einzelne direkt von seinem Einkommen diese Betreiber finanziert. Man schaue auf seine Stromabrechnung. Dort steht so ziemlich am Ende der Rechnung die EEG-Abgabe, die mit der monatlichen Überweisung abgebucht wird. Dies ist eine Mehrfachsubventionierung, wenn man so will. Das damit das Geschrei der Betreiber groß ist, sobald Leute gegen diese Anlagen aufbegehren, ist mehr wie verständlich. Wer will sich schon seinen Goldesel schlachten lassen. Das und nur das ist der Grund der Anlagenbetreiber und nicht das Klima. Subventionen und EEG-Abgabe weg = Anlagen weg!

  • 8
    3
    censor
    28.09.2020

    RoS - Die sog. erneuerbaren Energien werden mit unseren Steuergeldern subventioniert. Das verteuert die eigentlich kostenlos von der Natur zur Verfügung gestellte Windenergie um ein Vielfaches.

    Die Betreiber bekommen unser Geld, egal, ob die Dinger laufen oder nicht. Müssen sie zB abgeschalten werden, weil zu viel Wind vorhanden ist und die Netzkapazitäten erreicht sind, dann erhalten die Betreiber Stillstandsvergütung.

    Das nenne ich ein Geschäft.
    Jedes nicht gebaute Windrad ist ein gutes Windrad.
    Ich bin strikt gegen diese Betonspargel und hoffe, dass in der Ökopolitik bald Hirn vom Himmel fällt.

  • 7
    5
    Zeitungss
    26.09.2020

    @an33dy: Ich gehe davon aus, Sie sind in irgend einer Form Profiteur aus dem EEG. Dieses Wunderwerk stellt allerdings unsere geliebte Markwirtschaft auf den Kopf, was auch der Laie begreift. Bauen Sie eine grüne Anlage auf eigene Kosten und versuchen das Endprodukt (Strom) an der Börse loszuwerden. Sollte das klappen, winkt die Sonnenseite, wenn nicht, ist es unternehmerisches Risiko wie es jeder Unternehmer kennt. Der Bäcker und Fleischer an der Ecke hat auch keine Abnahmegarantie für seine Produkte, was man schlechthin als Marktwirtschaft bezeichnet und für Profiteure schlichtweg nicht begreifbar ist. Der private Stromkunde begreift dagegen nicht (Großverbrauchern ist die Belastung nicht zumutbar), warum er für diese Hobbykraftwerker aufkommen muss. Mir ist noch in Erinnerung, dass die Stromversorgung zur Daseinsfürsorge gehört und hat in privaten Händen ebenfalls nichts zu suchen. Warten wir ab , was noch so alles kommt und der Michel dazu dienert, mit die höchsten Strompreise in Europa hat er bereits abgenickt.

  • 9
    4
    ernstel1973
    26.09.2020

    an33dy: Es gibt genug Menschen, darunter auch Fachleute, die eine flächendeckende Energieversorgung mittels 16 Kraftwerken einer kleinteiligen mit tausenden Sprossen in der Landschaft vorziehen. Die Kraftwerke müssen natürlich sauber und technisch ständig neu gedacht werden. Selbst der IPCC-Bericht setzt auf modernste Kraftwerkstechnologie, die u. a. in Deutschland gefördert und entwickelt wird. Diese wird jedoch wie viele umweltfreundliche Innovationen ins Ausland verkauft und dort verwirklicht.

    Auf Windräder, die so gar nicht nachhaltig sind, kurze Lebenszyklen haben und regelmäßig Schrott verusachen, bei deren Verbrennung auch nicht weniger Giftstoffe freigesetzt werden als bei einem Kraftwerk und sich dazu noch grottenschlecht in unsere Umgebung einfügen, kann man verzichten. Eine bis zu Ende durchdachte Technologie ist das jedenfalls genau so wenig wie die Atomkraftwerke der 50/60er.

  • 5
    8
    an33dy
    26.09.2020

    Um die Diskussion über böse WKA zu beenden schlage ich vor das jeder seinen eigenen Strom, auf seinem eigenen Dach oder wie auch immer, produziert. Ist ja auch einfach über Windräder zu meckern, die man beim Spazierengehen sieht. Während man AKW's und Braunkohlentagebaue nur aus dem Fernsehen kennt.
    Das Thema Folgekosten, die nach Beendigung der Energieerzeugung anfallen und die Dauer, darf gerne auch mal diskutiert werden.

  • 4
    11
    RingsOfSaturn
    25.09.2020

    @censor: "uneffizienten, unökologischen Infraschallschleudern"

    ja, Flugzeuge sind nicht ohne...

    Spaß beiseite, in wie fern sollen WKA denn ineffizient sein?

  • 11
    2
    klapa
    25.09.2020

    'In ihrer Anfrage berichten die Abgeordneten über Presseberichte, wonach Entsorgungsunternehmen beklagen, dass es massive Schwierigkeiten" bei der Entsorgung alter Windräder gebe. Derzeit sei es kaum möglich, die mit Harz verklebten Fasern wieder zu trennen. Zudem nähmen die Betreiber von Verbrennungsanlagen die Stoffe wegen der Belastung der Filter nur ungern und in kleinen Mengen an.'

    - https://www.bvse.de/aktuelles/nachrichten/1777-wie-entsorgt-man-ein-harzverklebtes-windrad.html

    Soweit zur umweltfreundlichen Versorgung ausgemusteter Windräder.

  • 11
    6
    ernstel1973
    25.09.2020

    Ökoidealismus verursacht halt auch Schrott und giftige Schmelze. Fürs Auge und die Umwelt ist es jedenfalls gut, wenn diese Zahnstocheridee als peinliche Energievariante zukünftig entfällt.

  • 11
    7
    klapa
    25.09.2020

    'Vielen Windrädern in Sachsen droht das Aus'

    Und das ist gut so!

  • 18
    5
    Hinterfragt
    25.09.2020

    Ist doch eine ganz einfache regel:
    Wenn der Profit wegbricht, ist's aus mit ÖKO ....

  • 19
    4
    TWe
    25.09.2020

    Ich fasse es nicht, dass die Geschichte vom idealistischen Windrad-Betreiber offenbar immer noch zieht. Diese Betreiber haben nach der Anfangsinvestition aufgrund der garantierten 20jährigen Preis- und Abnahmegarantie für den erzeugten Strom mehr als gut verdient. Es handelte sich bei den Windrädern gewissermaßen um "dreiflügelige Goldesel".

    Die beim Betrieb dieser Anlagen erzielten Gewinne werden dabei über die Gesamtheit der Stomverbraucher solidarisiert, sprich von uns allen bezahlt.

    Das Thema "Anlageneffizienz" hat dabei in der Vergangenheit nur eine untergeordnete Rolle gespielt. Mit dem von der Bundesnetzagentur eingeführten Ausschreibungsverfahren wird dass ein bisschen anders. Jetzt spielen Anlageneffizienz und vor allen Dingen Wettbewerb eine relevante Rolle. Die Anlagenbetreiber werden dadurch sehr viel stärker zu Unternehmern, die natürlich auch Risiken zu tragen haben. Und dabei geht jetzt das Jammern los.

    Die Windenergiebranche ist nicht in erster Linie für den Klimaschutz, sondern fürs Geldverdienen mit ansehnlichen Renditen und fast ohne Risiko gut. Zu Glück wird das endlich ein bisschen anders.

  • 16
    8
    Malleo
    25.09.2020

    Die Betreiber sind Idealisten....
    Der war gut.
    Auch, wenn der GFK Müll entsorgt werden muss?

  • 18
    18
    censor
    25.09.2020

    "Die Betreiber der Altanlagen sind häufig Idealisten."

    Wer glaubt, ein hochentwickeltes Industrieland mit Strom aus Wind und Sonne versorgen zu können, ist definitiv ein Idealist.

    Einem Realist würde sowas nicht einfallen.

    Ich denke, meine Haltung zu diesen uneffizienten, unökologischen Infraschallschleudern und Vogelschreddern ist bekannt.

    Jedes abgeschaltene und umweltschonend zurückgebaute Windrad ist ein gutes Windrad.