Ifo-Institut: Massiver Einbruch bei Geschäftsklima im Osten

Dresden (dpa) - Das Ifo-Institut in Dresden hat im März einen massiven Einbruch beim Geschäftsklima in ostdeutschen Unternehmen registriert. Dabei sei die Erhebung der Daten noch vor Ausbruch der Corona-Krise in Deutschland erfolgt, teilte das Institut am Dienstag mit. Sowohl die Lageeinschätzungen als auch die Geschäftserwartungen der befragten ostdeutschen Firmen seien «steil nach unten gerichtet», hieß es. Insgesamt gehe der Ausblick noch stärker zurück als die Einschätzungen der laufenden Geschäfte. Diese dürften sich wegen der Krise bis heute noch weiter verschlechtert haben.

Nach Angaben des Instituts sank der Geschäftsklimaindex am stärksten im ostdeutschen Dienstleistungssektor. In die Betrachtung fließen ferner Daten aus dem Verarbeitenden Gewerbe, dem Handel und dem Bausektor ein. Das Ifo-Geschäftsklima für Ostdeutschland basiert auf etwa 1700 monatlichen Meldungen von Firmen verschiedener Branchen. Sie werden gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate mitzuteilen. Der Ifo-Index gilt als sehr treffsicherer Frühindikator für den weiteren konjunkturellen Verlauf.


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