Kritische Töne bei «Dankeschön-Fest» der IG Metall

Görlitz (dpa/sn) - In die Freude über den Erhalt von Siemens und Bombardier in Görlitz mischen sich kritische Töne: Am Rande eines «Dankeschön»-Festes der IG Metall hat der parteilose Görlitzer Oberbürgermeister Siegfried Deinege (parteilos) am Dienstag Kritik am kanadischen Schienenfahrzeughersteller Bombardier geäußert.

Man habe auf Managerebene Entscheidungen getroffen, die den Standort ausbluten lassen könnten, sagte Deinege. «Zurzeit steuern wir auf eine verlängerte Werkbank zu. Der Kampf um den Standort muss aber jetzt Fahrt aufnehmen.» Hoffnungslos sei die Situation nicht - «aber eben auch kein Anlass zur Freude». Dagegen sieht Deinege Siemens auf einem guten Weg.

Mit dem Fest wollte sich die IG-Metall für die Unterstützung zum Erhalt des Standortes beteiligen. Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und der DGB-Vorsitzende Chef Reiner Hoffmann waren gekommen. Bombardier und Siemens hatten in den vergangenen Jahren für ihre Görlitzer Standorte einen massiven Arbeitsplatzabbau bis zur Werksschließung angekündigt. Tausende Jobs standen in der strukturschwachen Region im Osten Sachsens auf der Kippe. Nach zähem Arbeitskampf und zahlreichen Gesprächsrunden mit Politik und Gewerkschaften kamen die Schließungen vom Tisch.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...