Maschinenbauer im Osten: Es geht wieder aufwärts

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Die ostdeutschen Maschinen- und Anlagenbauer senden positive Konjunktursignale. Die Auftragsbücher füllen sich langsam wieder. Das zeigt eine Umfrage.

Leipzig.

Im ostdeutschen Maschinen- und Anlagenbau geht es wieder aufwärts. Nach einem eher enttäuschenden Jahr 2020 füllen sich die Auftragsbücher langsam wieder. Im ersten Quartal 2021 bewerteten fast drei Viertel der Unternehmen ihre Geschäftslage positiv. Zudem blickt die Mehrheit der Betriebe zuversichtlich auf die kommenden Monate und das Gesamtjahr 2021. Das ergab eine Umfrage des Branchenverbandes VDMA Ost unter seinen 350 Mitgliedsunternehmen in Berlin und den fünf Bundesländern im Osten.

Nach den Angaben des VDMA Ost meldeten 41 Prozent der Betriebe im ersten Quartal ein Auftragsplus gegenüber Ende 2020. Zum dritten Mal in Folge sei zudem die Anzahl der Unternehmen (21 Prozent) gesunken, die einen kleineren Auftragsbestand als im Vorquartal aufwiesen. Die durchschnittliche Kapazitätsauslastung erhöhte sich von zuletzt 79 Prozent auf 83 Prozent. "Bereits zum Jahresende 2020 hatte sich die Auftragslage leicht belebt. Diese Entwicklung hat sich nun behutsam fortgesetzt", sagte Oliver Köhn, Geschäftsführer des VDMA-Landesverbandes.

Die Umfrageergebnisse signalisieren, dass sich in der Branche trotz der ungewissen Pandemie-Entwicklung und der anhaltenden Konjunkturrisiken Zuversicht ausbreitet. Ein Drittel der Unternehmen rechnet bis Juli 2021 mit besseren Geschäften und mehr als die Hälfte (55 Prozent) erwartet gleichbleibende Chancen. "Dies lässt darauf hoffen, das sich der zarte Aufwärtstrend in den kommenden Monaten festigt", erklärte Köhn. Etwa 72 Prozent der befragten Maschinenbaubetriebe erwarten für das Gesamtjahr 2021 eine sehr gute oder gute Entwicklung. Auch der Anteil der Unternehmen, die im ersten Quartal Kurzarbeit nutzen, ging deutlich zurück: Von Ende 2020 noch 51 Prozent auf jetzt 37 Prozent. Zudem stieg die Invesititionsbereitschaft in der Branche.

Der ostdeutsche Maschinen- und Anlagenbau umfasst rund 460 Unternehmen mit mindestens 50 Beschäftigten. Im vergangenen Jahr ging der Umsatz von 18,85 Milliarden Euro (2019) auf nur noch 16,4 Milliarden Euro zurück. Auch die Anzahl der Beschäftigten sank von 81.500 im Jahr 2019 auf etwa 78.450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Exportquote der ostdeutschen Maschinenbauer lag 2020 bei 52,9 Prozent.

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