Rotkäppchen: Weniger Sekt und mehr Wein verkauft

Preiserhöhung gleicht Absatzminus aus - Umsatz übersteigt Milliardenmarke

Leipzig/Freyburg.

Die Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien, der Marktführer beim Sekt in Deutschland, kommt auch beim Wein zunehmend stärker ins Geschäft. Das Unternehmen aus dem sachsen-anhaltischen Freyburg ist mit rund 8,7 Millionen verkauften Flaschen Rotkäppchen-Wein, die 2018 über die Ladentheken gingen, jetzt erstmalig auch die Nummer eins unter den deutschen Markenweinen vor den Anbietern Erben-Wein und Rotwild. In der Firmengruppe insgesamt spielt das Thema Wein jedoch noch eine weitaus größere Rolle. Durch das Mitte vorigen Jahres übernommene Bremer Importhandelshaus Eggers & Franke gingen die Verkaufszahlen in die Höhe: Mit 41 Millionen Flaschen wurde der Absatz quasi verdoppelt. Das bescherte der Gruppe in dem Bereich einen Umsatz von 136,5 Millionen Euro - ein Plus von 163 Prozent, wie Rotkäppchen-Mumm in Leipzig bekanntgab. Mit dem Kauf des Handelshauses sei zugleich der Einstieg in den Onlinehandel gelungen, man habe nun einen direkten Zugang zu den Verbrauchern, sagte Firmenchef Christof Queisser. Zu Eggers & Franke gehören die beiden Versender Ludwig von Kapff und Club of Wine.

Sekt dominiert aber weiter mit 61 Prozent Umsatzanteil das Geschäft, danach folgt mit 26 Prozent der Spirituosenbereich. 184 Millionen Flaschen Prickelndes setzte Rotkäppchen-Mumm 2018 ab, drei Millionen weniger als 2017. Es sei jedoch gelungen, Preiserhöhungen durchzusetzen, sodass die Einnahmen mit 660 Millionen Euro stabil blieben. Beim Gesamtumsatz wurde erstmals die Milliarden-Marke geknackt. 1,085 Milliarden Euro standen zu Buche - nach 945 Millionen Euro 2017. Gut 88 Millionen steuerte Eggers & Franke bei. Rotkäppchen-Mumm beschäftigt 870 Mitarbeiter, knapp 200 davon in Freyburg.

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