Saisonale Effekte sorgen für mehr Arbeitslose in Sachsen

Alle Jahre wieder: Der Winter sorgt für mehr Arbeitslose. In der Jahresbilanz ist der Trend für Sachsen positiv.

Chemnitz (dpa/sn) - Ausgelaufene Verträge, witterungsbedingte Kündigungen: Wie in den Jahren zuvor ist die Zahl der Arbeitslosen in Sachsen im Januar sprunghaft gestiegen. Wie die Agentur für Arbeit am Dienstag in Chemnitz bekanntgab, waren 161 500 Frauen und Männer ohne feste Anstellung. Nach 147 000 Arbeitslosen im Dezember ist die Zahl damit um rund 10 Prozent gestiegen. Die Arbeitslosenquote lag bei 7,6 Prozent und damit 0,7 Punkte höher als im Vormonat.

Laut Arbeitsagentur sind dafür saisonale Effekte verantwortlich. «Vor allem in Außenberufen können Arbeiten wegen des frostigen Wetters nicht ausgeführt werden, gleichzeitig wurden Befristungen und Kündigungen zum Jahresende wirksam», sagte Behördenleiter Klaus-Peter Hansen. Der Anstieg beunruhige ihn nicht, weil er im Winter üblich und meist nur von kurzer Dauer sei.

Als positiv bewertete die Behörde, dass im Vergleich zum Januar 2016 die Arbeitslosenzahl um 10 Prozent zurückgegangen ist. Vor Jahresfrist waren noch 179 700 Menschen in Sachsen ohne Anstellung. «Die Entwicklung seit Januar 2016 verdeutlicht damit insgesamt die gute Arbeitsmarktentwicklung der vergangenen zwölf Monate», erklärte Hansen. Die Arbeitslosenquote sank in dem Zeitraum um 0,9 Prozentpunkte.

Gestiegen ist auch die Zahl der arbeitslosen geflüchteten Menschen. Im Januar waren 6571 von ihnen und damit 467 mehr als im Vormonat ohne Job. Der Anteil der arbeitslosen Flüchtlinge an allen Arbeitslosen in Sachsen beträgt den Angaben zufolge 4,1 Prozent.

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