Verbünde planen einheitliches Monatsticket für junge Leute

Für 48 Euro pro Monat mit Bus und Bahn fahren, so viel man will - das soll ab August möglich werden für alle zwischen 14 und 25. Eine wichtige Frage ist allerdings noch ungeklärt.

5Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    Zeitungss
    19.12.2018

    @VS: Danke für Ihre Einschätzung, sie ist äußerst treffend und bringt es auf den Punkt, besser geht es nicht.
    Wir können uns keinen Bus aufs Land leisten, dafür 5 hochbezahlte Vorstände plus Gefolge, was in dieser Sendung ganz bewusst ausgegrenzt wurde. Das Schweizer Modell ist mit diesen "Verantwortlichen" nicht auf die Reihe zu bringen, da ist der Zug schon lange abgefahren. Wir bringen es heute nicht fertig, ein vernünftiges Verkehrssystem auf die Beine zu stellen, was selbst zu tiefsten Ostzeiten Normalität war, allerdings frühstückten damals auch nicht so viele "Fachkräfte" mit.
    Fazit: Das Auto geht eindeutig als SIEGER hervor, auch wenn man es eigentlich nicht wollte - Aufgabe für Sachsen erfüllt. Auch der Wirtschaftsminister wird es so erkennen (müssen) und legt stillschweigend seine Idee zur Seite. Der Kunde braucht nicht umzudenken, was wenigstens als Fortschritt gewertet werden sollte.

  • 2
    1
    VaterinSorge
    18.12.2018

    Man kann es seit heute auch in der MDR Mediathek abrufen und ich empfehle es wirklich jedem, der sich dafür interessiert, das mal anzuschauen. Deutlich wird, dass keiner der Teilnehmer wirklich eine Vision hat, weil jeder noch nach wie vor einen eigenen Blick darauf hat. Das ist nicht verkehrt, aber es wird nicht reichen, um ein wirkliches Entwickeln von funktionierenden "öffentlichen Personennahverkehr" voranzubringen. Der größte Teil der wahrzunehmenden Gesellschaft in Sachsen ist vielleicht recht zufrieden mit dem was da so da ist, funktionieren ja in den Oberzentren Bus und Bahn ganz gut und in ländlichen Regionen hat mittlerweile jeder 18 Jährige und älter ein Auto, ab 15 ein Moped oder Mutti und Vati, die sich inzwischen irgendwie eingerichtet haben. Notwendig ist der Schulbus, ansonsten klagt ja keiner, wenn in den Ferien oder am Wochenende nix mehr fährt. Dass nun in den ländlichen Regionen mittlerweile mehr als 200.000 Wohnungen leer stehen, während in den großen Städten Wohnungen knapp werden, dass wir auch in den Dörfern Kinder haben die kein Auto fahren können und Leute wohnen haben, die lieber kein Auto mehr fahren sollten, dass viele inzwischen Autos haben die Wartung, Pflege und Instandhaltung aber nicht mehr leisten können, macht die Sache noch brisanter, doch die Rufe aus den Dörfern hört man nicht. Wichtiger ist, dass sich Unterrichtszeiten nach den Busfahrzeiten zu richten haben und alles schön rationell und wirtschaftlich vertretbar perfektioniert wird. Da gibt es Millionen vom Bund und vom Land und noch einmal hunderttausende, die an Fahrgeld bezahlt werden, von denen die keine Alternative haben und schon redet man in der Runde, dass das Autofahren zu günstig sei und man auf dem Land auf autonomes Fahren wartet. Sowohl die Kirchturmpolitik, als auch der regionale Wahnsinn und die Macht der Zweckverbände gehören abgeschafft. Auch die Art und Weise, wie Linien für die Regionalbusunternehmen ausgeschrieben werden, hat nichts mit Daseinsvorsorge der Landräte gegenüber seinen Bürgern zu tun. Es gehört jetzt ein Kassensturz her, ein sachsenweit einheitliches Verkehrskonzept und eine solidarische Lösung sowohl zwischen Stadt und Land, jung und alt und mit oder ohne Kind. Beispielsweise könnte man pro Haushalt eine Monatspauschale anstelle von GEZ o.ä. entrichten und hätte einige Vergünstigungen, vielleicht 5 x Freifahrten im Monat, Bildungsticket für 100 € pro Jahr für alle Schüler und Azubis landesweit, 6 x Taktung in alle Dörfer usw. Das geht nur per sächs. Verkehrsgesellschaft, denn jeder Euro, der an die Landkreise und Zweckverbände ausgeschüttet wird, dient der Wirtschaftlichkeit der Verwaltung und nicht dem Bürger. Deshalb kommen keine Ideen durch, höchstens 10 Landräte, drei Oberbürgermeister und 5 Zweckverbände und keine Einigung. Das wird jedes Jahr schlimmer, denn die Städte wachsen, während die Landkreise weiter ausdünnen, die Bevölkerung altert rasant und die Straßen verstopfen zunehmend durch den gestiegenen Güter- und Postverkehr, weil jeder alles nur noch online bestellt. Das muss jetzt angepackt werden.

  • 0
    1
    Zeitungss
    18.12.2018

    Wer gestern FAKT gesehen hat wird wissen, Hr, Dulig hat (mußte) seine Pläne weitgehend beerdigen, die Empfänger der 2. Lohntüte sind in der Übermacht und der ÖPNV rangiert demnach in der 2, Reihe. Die 5 Vereine verbasteln weiterhin die Regionalisierungsmittel für sich und starten mehr oder weniger Experimente. Der Oberbegriff in der Sendung war KLEINSTAATEREI , was die Sache auf den Punkt bringt. Verbesserungen demnach NICHT in Sicht. Die Verschlechterung des ÖPNV verkauft man als Fortschritt, was der heutigen Zeit entspricht.

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    0
    Zeitungss
    14.12.2018

    Herr Dulig, haben Sie ihr Ziel schon aufgegeben, die 5 unnützen Vereine auf den Mond zu schicken ???? Der Erhalt der 2. Lohntüte für Bürgermeister und Landräte stehen demnach höher im Kurs als ein funktionierender ÖPNV wie wir ihn aus vergangener Zeit kennen. Dieser Personenkreis hat sich auch gleich lautstark zu Wort gemeldet als es ans Eingemachte ging. Es ist derzeit ein Paradebeispiel wie man ein einst funktionierendes Verkehrssystem soweit bringt, dass man es meiden sollte. Am kommenden Montag bei FAKT werden die Herren wieder ihre Pfründe verteidigen, wir dürfen gespannt sein. Es ist schon beispielgebend wie eine Reise über die Verbundgrenzen behindert werden kann. Ich fürchte, die Zollhäuschen sind auch schon bestellt. Die ernsthafte Frage bleibt, wie weit soll der ÖPNV noch zerlegt werden um diesen nutzlosen Vereinen ein fürstliches Auskommen zu sichern???

  • 3
    1
    VaterinSorge
    14.12.2018

    Die kreisübergreifende Mobilität ist so wichtig für unser Land, Es liegt auch nicht im Ermessensspielraum der Landräte und Zweckverbünde, sondern ist eine einfache Sache geregelt nach Angebot und Nachfrage. Ist der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) zu teuer, zu kompliziert oder zu umständlich, werden ihn Kunden kaum nutzen. Hat man weniger Kunden, fehlen Einnahmen, dann muss man die eben "melken" , die darauf angewiesen sind. Das sind in erster Linie die Eltern schulpflichtiger Kinder die auf dem Lande leben und auf den Schulbus angewiesen sind, aber auch der Freistaat, der über 50 % der ja Schulen in der Vergangenheit schließen musste und an der allgemeinen, kostenlosen Schulpflicht festhält. Nun reagieren die Menschen eben nicht so, wie es die Verkehrsverbünde gern hätten, sie kaufen sich eben keine überteuerten Tickets, sondern suchen nach günstigeren Alternativen. Dumm nur, dass das weder gut für die ländlichen Regionen, seine Wirtschaft, seine Bildungseinrichtungen und teuer geförderten Berufsschulzentren ist, auch nicht gut für die Infrastrukturen und Versorgung der älteren Menschen, die nun nicht gleich umziehen wollen und mit dem mobilen Kaufmannsladen oder Amazon auch irgendwie zurecht kommen. Ich denke, dass die Bevölkerung mal ernsthaft hinterfragen sollte, warum die Landräte, die ja am schwersten betroffen sind, das seit 2010 geforderte und seit 2014 im Koalitionsvertrag festgehaltene Bildungsticket, das Sachsenticket und das Azubiticket blockierten. Sind das dann die richtigen Volksvertreter an den Stellen? Nun soll alles ganz schnell gehen ... Naja, lieber später als nie.



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