Wer gewinnt den Sonderpreis? "Sachsen gründet - Start-up 2020"

In Sachsen gibt es viele Gründer mit innovativen Geschäftsideen. Mehr als 30 haben sich für den Sonderpreis im Rahmen des Wettbewerbs "Sachsens Unternehmer des Jahres" beworben. Vier sind im Finale. Wer gewinnt, entscheidet ein Online-Voting.

Chemnitz/Dresden/Leipzig.

In den vergangenen Jahren wurde der Preis "Sachsen gründet - Start-up 2020" vom Publikum der Preisgala des Wettbewerbs "Sachsens Unternehmer des Jahres" bestimmt, nachdem sich die von der Jury ausgewählten Finalisten der Gründer in der Gläsernen Manufaktur in Dresden mit einem sogenannten "Pitch" vorgestellt hatten. Sie hatten drei Minuten Zeit, ihre Geschäftsidee dem Galapublikum vorzustellen. Doch die Coronavirus-Krise hat diesem Verfahren einen Strich durch die Rechnung gemacht. Es wird keine Gala geben, dafür aber ein Online-Voting, bei dem jeder mit abstimmen kann.

Der Sieger erhält ein Media-Budget im Wert von 60.000 Euro, das dem jungen Unternehmen beim Start zu mehr Öffentlichkeit verhelfen soll. Die Jurys von "Sachsens Unternehmer des Jahres" hat vier junge Firmen für das Finale ausgewählt. Die jungen Unternehmer haben 90 Sekunden Zeit, um das Publikum im Internet per Videobotschaft zu überzeugen. Der alljährlich zu vergebende Wirtschaftspreis "Sachsens Unternehmer des Jahres" und der Start-up-Sonderpreis ist eine Initiative der "Sächsischen Zeitung", der "Freien Presse", der "Leipziger Volkszeitung" und des MDR sowie von Volkswagen Sachsen, der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft KPMG, der LBBW und der Gesundheitskasse AOK Plus.

Zu den Finalisten gehört auch ein ganzes Gründerteam. Michael Petrosjam, Andreas Dusch, Christian Caballero und Holger Dirksen haben in Leipzig das Unternehmen "FlyNex" gegründet. Die Gründer haben eine digitale Plattform entwickelt, mit der sich bestehende oder neue Prozesse mit Drohnen realisieren lassen. Ein Anwendungsbeispiel für solche Prozesse ist die Inspektion von Windrädern. Bislang schaffen zwei Kletterer nur zwei Windräder am Tag, eine Drohne dagegen das bis zu Fünffache. Die Kosten der Windradüberwachung könnten um 50 Prozent gesenkt werden.

Auf einem völlig anderen Gebiet bewegen sich die beiden Gründer Kai Hempel und Jonas Finck. Sie wollen die Futtermittelindustrie revolutionieren, indem sie nachhaltige Proteine aus Insekten erzeugen. Dazu haben sie in ihrer Firma "madebymade" eine auf Schiffscontainer basierende, modulare Anlage entwickelt, die überall in der Welt aufgestellt werden könnte. Das erste Pilotprojekt ist eine industrielle Insektenzuchtanlage in Pegau, die jeden Tag 20 Tonnen organische Reststoffe verarbeitet. Jeden Tag sollen daraus rund sieben Tonnen lebende Insekten entstehen, die sofort weiterverarbeitet werden.

Im Gesundheitswesen hinkt moderne IT-Technik dem Finanzsektor viele Jahre hinterher. Das wollen die Gründer Frank Böhme und Frank Schenk mit ihrer Firma "scanacs" in Dresden ändern. Ihr Ziel ist es, eine einfache und effiziente Kommunikation zwischen Apotheke und Krankenkassen zu ermöglichen und gleichzeitig einen neuen Standard in der Prüfung und Abrechnung von Rezepten zu schaffen. Diese Digitalisierung im Gesundheitswesen soll zu deutlichen Einsparungen führen. Derzeit kostet allein der Abrechnungs- und Prüfprozess auf Seiten der Apotheken rund 100 Millionen Euro im Jahr.

Einen höheren Lernerfolg von sogenannten E-Learning-Konzepten will der Gründer Tobias Göcke mit Hilfe Künstlicher Intelligenz (KI) erreichen. Seine Firma "SupraTix" in Dresden hat ein Lern-Tool entwickelt, das die bedarfsgerechte, sekundenschnelle Generierung von angepassten Lerninhalten ermöglicht. Das Tool "LernBot" basiert auf KI und automatisiert die zu lernenden Inhalte, um die Mitarbeiter von Unternehmen in ihren Kompetenzen weiter zu entwickeln, ohne sie zu über- oder unterfordern.

Welche Gründungsidee und welche Gründerüberzeugen Sie am meisten? Die Unternehmer haben 90 Sekunden Zeit, um Sie per Videobotschaft zu überzeugen. Das Online-Voting finden Sie unter: www.unternehmerpreis.de/abstimmung

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