Kaffee-Aromen passen auch ins Dessert

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Klar, kann man Kaffee dazu trinken. Aber Aromen werden intensiver, wenn man Kaffee-Noten in den Nachtisch hineinpackt. Auch Gemüse oder Fleisch peppt er auf. Tipps für den besonderen Geschmack.

Aßling/Berlin (dpa/tmn) - Eine schöne Tasse Kaffee zur Crème Brulée klingt schon prima? Noch besser wird es, wenn man beides vereint: in einer Kaffee-Crème-Brulée.

«Denn das Fett in Milch und Sahne bindet die Kaffee-Aromen besonders intensiv», erklärt Julian Greiner von der Kaffeerösterei Martermühle im bayerischen Aßling.

Bei der Zubereitung der Brulèe oder anderen sahnigen Desserts würde der Kaffeeröster auf einen Liter Flüssigkeit (800 ml Sahne/200 ml Milch) etwa 100 g Espressobohnen geben, dann aufkochen und die Flüssigkeit ziehen lassen.

Zerdrückte Bohnen für Kaffee-Eis

Den besonderen Bindungseffekt der Kaffeearomen in der Milch nutzt auch Ralf Sander, Autor des Stiftung-Warentest-Ratgebers «Eis! Gelato! Sorbet! Alles selbst gemacht», bei seinem Eisrezept für «Weißer-Kaffee-Gelato». Der Berliner Eisdielenbesitzer zerdrückt die Kaffeebohnen leicht, sodass je zwei bis drei große Stücke aus jeder Bohne entstehen. «Man kann die zerdrückten Kaffeebohnen über Nacht im Kühlschrank in der Milch ziehen lassen», rät Sander.

Zusammen mit Zucker, Traubenzucker, Magermilchpulver und Sahne stellt er daraus auf dem Herd eine Mischung her, die man ziehen und abkühlen lässt. Bevor die Mischung in der Eismaschine landet, muss sie noch durchs Sieb, um die Kaffeebohnen wieder zu entfernen.

Kaffee für Gemüse mit erdigen Noten

Kaffeeröster Greiner hat noch zwei Tipps zur Verwendung von Kaffeebohnen: «Alles was eine erdige Note hat, ergänzt sich wunderbar mit Kaffee - einfach eine Tasse kalten Kaffee in die Pfanne geben, wenn man Karotten, Kürbis oder Rote Bete zubereitet», rät er.

Wer Fleisch mit Kaffee einreibt, sollte auf die Temperatur achten. «Immer unter 170 Grad bleiben. Sonst verbrennt der Kaffee und hinterlässt Bitterstoffe», erklärt Greiner.

Empfehlenswert sei, die unterschiedlichen Röstungen differenziert einzusetzen. «Für helles Fleisch wie Geflügel würde ich eine helle Röstung nehmen, das bringt fruchtige Noten ins Spiel. Milde Röstungen sorgen für ein Karamell-Krokant-Aroma, dunkle Röstungen für einen eher erdigen Geschmack», so Greiner.

Literatur:

Ralf Sander: «Eis! Gelato! Sorbet! Alles selbst gemacht», Stiftung Warentest, 176 Seiten, 16,90 Euro, ISBN-13: 978-3-7471-0398-2.

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