EHV Aue peilt als oberstes Ziel erneuten Klassenerhalt an

Die Erzgebirger müssen mit Eric Meinhardt einen wichtigen Spieler ersetzen. Das geht nur als Mannschaft. Diese ist zum Auftakt der 2. Handball-Bundesliga gleich voll gefordert.

Aue.

Der EHV Aue zählt in der 2. Handball-Bundesliga zu den dienstältesten Mannschaften und möchte dies auch bleiben. Die ersten Möglichkeit, Punkte in der Saison 2019/20 zu sammeln, hat das Team am Samstag, wenn es beim TSV Bayer Dormagen antritt. Doch ein gemütliches Hineinrutschen in die aktuelle Spielserie wird es nicht geben, den die Auer Handballer sind sofort voll gefordert. "Auf uns wartet zum Beispiel zu Hause ein wahnsinniger Auftakt. Wir treffen in den ersten drei Spielen auf die Titelaspiranten Coburg, Bietigheim und Gummersbach", sagt EHV- Manager Rüdiger Jurke.

Zudem sieht er die 2. Bundesliga so stark wie nie, die Konkurrenz habe dank ihrer finanziellen Möglichkeiten kräftig aufgerüstet. In diesem Zusammenhang nennt Jurke auch die ostdeutsche Konkurrenz aus Dresden und Eisenach. Die Thüringer wollen dabei als Aufsteiger die Liga bereichern. "Wirtschaftlich können andere Vereine ganz anders planen. Deshalb gibt es für uns ein primäres Ziel, und das ist wieder der Klassenerhalt", erklärt Jurke. Sollte dies - wie im Vorjahr - relativ zeitig geschafft sein, wäre es in den Augen des Auer Managers sensationell.

Bei der Erfüllung der sportlichen Mission muss Trainer Stephan Swat jedoch ab sofort auf einen wichtigen Spieler verzichten. Mit Eric Meinhardt ging ein absoluter Leistungsträger und Publikumsliebling nach 17 Jahren Leistungssport in Aue von Bord. In der abgelaufenen Serie wurde der ehemalige Kapitän noch zum Spieler der Saison gekrönt. "Natürlich kann keiner die einzelne Person Eric ersetzen, das muss die gesamte Mannschaft abfangen. Aber uns haben in der Vergangenheit immer wieder überragende Spieler verlassen. Deshalb müssen wir nun auch aufhören, darüber zu reden, sondern zusammen nach vorn blicken", stellt Jurke klar.

Um für die kommenden Aufgaben gerüstet zu sein, haben die Erzgebirger mit Gabriel De Santis und Adrian Kammlodt zwei Akteure verpflichtet, die beide zuletzt beim sächsischen Rivalen HC Elbflorenz in Dresden spielten. Von den Füchsen Berlin kam Julius Schröder. Aus der eigenen zweiten Mannschaft rückte Felix Roth in den Bundesligakader auf. Zum Glück hat sich das Lazarett beim Zweitligisten in den vergangenen Wochen wieder deutlich gelichtet. Doch auf die langzeitverletzten Spieler Sebastian Paraschiv sowie Kevin Lux muss Trainer Swat weiter verzichten. "Dass es bei Sebastian noch seine Zeit dauern würde, war uns klar. Hingegen bestanden leise Hoffnungen, Kevin wieder rechtzeitig fit zu bekommen", sagt Jurke. Dennoch sei der EHV gegenüber der Vorsaison nun breiter aufgestellt.

Die Ergebnisse der absolvierten Testspiele wollte der Manager nicht in den Fokus rücken. "Ich bin kein Freund davon, diese Ergebnisse zu hoch zu hängen. Schließlich wird in der Vorbereitung immer viel probiert. Deshalb lege ich nicht viel Wert darauf, von den Resultaten etwas für die Saison abzuleiten." Eine echte Standortbestimmung sei hingegen die Qualifikationsrunde für das Achtelfinale des DHB-Pokals gewesen. In dieser bezwang Aue zunächst den Ligakonkurrenten HSG Konstanz 27:25. Dabei traf der gebürtige Freiberger Kammlodt siebenmal und machte schon einmal deutlich, warum er von den Erzgebirgern verpflichtet wurde. Am 6. März 2020 kommt es in der Erzgebirgshalle Lößnitz in der Liga zum erneuten Aufeinandertreffen dieser beiden Teams.

Dass der EHV Aue dann die entscheidende Pokalpartie gegen den Erstligisten Ludwigshafen 26:31 verlor, stürzte die Mannschaft aus dem Lößnitztal nicht in eine tiefe Depression. "In diesem Spiel haben wir nur die ersten 20 Minuten verpennt, dann aber lief es. Ich sehe uns für den Saisonstart gut gerüstet", meint Jurke.


Aufgebot und Heimspieltermine

Tor: Radek Musil (45 Jahre), Vilius Rasimas (29), Erik Töpfer (22).

Feldspieler: Ladislav Brykner (30), Gabriel De Santis (26), Adrian Kammlodt (23), Sebastian Naumann (22), Sebastian Paraschiv (23), Benas Petreikis (27), Marcel Schäfer (34), Franz Schauer (21), Nico Schneider (20), Julius Schröder (21), Austris Tuminskis (29), Pascal Ebert (23), Jan Faith (35), Kevin Roch (29), Felix Roth (26), Bengt Bornhorn (30), Kevin Lux (21), Petr Šlacha (26).

Trainer: Stephan Swat (42), Co-Trainer: Kirsten Weber (43), Manager: Rüdiger Jurke (56)

Heimspieltermine:

01. September: 1 7 Uhr: Aue - HSC Coburg

13. September: 19 Uhr: Aue - SG Bietigheim

28. September: 17 Uhr: Aue - Gummersbach

12. Oktober: 17 Uhr: Aue - HC Dresden

02. November: 17 Uhr: Aue - ThSV Eisenach

16. November: 17 Uhr: Aue - HSV Hamburg

29. November: 19 Uhr: Aue - Tusem Essen

21. Dezember: 17 Uhr: Aue - TuS N-Lübbecke

27. Dezember: 19 Uhr: Aue - Bayer Dormagen

Spielstätte:

Erzgebirgshalle Lößnitz.

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