Forsberg: Ausgeruht zum Siegtreffer

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RB Leipzig gelingt in der Fußball-Bundesliga ein 1:0-Sieg gegen Union. Die Berliner haben trotzdem Grund zur Freude. Und auch die Sachsen sind zur Halbzeit im Soll.

Leipzig.

Emil Forsberg ist bei RB Leipzig der Mann für die wichtigen Tore. Vier davon hat der Schwede in der Hinrunde geschossen. Drei Mal war es das 1:0: Beim 3:1 gegen Mainz, beim 1:1 in Leverkusen und nun beim 1:0-Sieg gegen Union Berlin. Immer wenn er trifft, holen die Leipziger mindestens einen Punkt. "Wir haben mit Geduld, Wille, Leidenschaft gespielt und verdientermaßen das Tor gemacht", sagte der 29-Jährige nach der Partie. Vor zwei Wochen hatte er sein sechsjähriges Dienstjubiläum bei RB gefeiert, er gehört damit zu den dienstältesten Profis in der Messestadt. Immer wieder hatte es Wechselgerüchte gegeben, doch Forsberg war RB stetig treu geblieben. Mittlerweile kommt er auf fast 200 Pflichtspiele.

RB war die dominante Mannschaft, kam auf 67 Prozent Ballbesitz und deutlich mehr Torabschlüsse (16:4). Doch klare Chancen waren wenige dabei, da die Berliner klug und leidenschaftlich verteidigten. So wurde die Partie ein Geduldsspiel für RB. Erst in der 65. Minute hatte Christopher Nkunku den ersten gefährlichen Abschluss, den Torwart Andreas Luthe aber sicher parierte. Fünf Minuten später unterlief den Berlinern der entscheidende Fehler: Florian Hübner vertändelte vor dem eigenen Strafraum den Ball, der zehn Minuten zuvor eingewechselte Forsberg schnappte sich das Leder, spielte einen schnellen Doppelpass mit Dani Olmo und erzielte den Siegtreffer. Der Plan von Trainer Julian Nagelsmann, Forsberg zunächst auf der Bank zu lassen, ging damit voll auf. "Die Idee dahinter war, dass Christopher Nkunku und Olmo etwas frischer waren als Emil, der zuletzt unglaublich viel Spielzeit hatte", erklärte der Coach. Der frische Forsberg traf so auf schon müde gespielte Verteidiger aus Köpenick.

Die Unioner mussten sich nach dem Sieg nicht grämen. Zum einen verkaufte sich die Mannschaft von Urs Fischer mehr als teuer. Zum anderen stehen die Berliner in ihrer zweiten Bundesligasaison mit 28 Punkten aus 17 Spielen hervorragend da. Der aktuelle Tabellenplatz sechs würde sogar die Qualifikation zur Europa League bedeuten. "Das Ziel bleibt der Klassenerhalt und dafür brauchen wir noch einige Punkte", blieb Fischer seiner unaufgeregten Art treu. Dennoch gestand er, dass die Hinrundenbilanz "top" sei. Gegen Bayern, Leverkusen, Dortmund, Wolfsburg und Gladbach konnte sein taktisch cleveres Team immer punkten. Leipzig war die einzige Top-Mannschaft, gegen die für Union nichts zu holen war.

Die Leipziger wiederum stehen mit 35 Zählern zur Halbzeit gut da. "Natürlich können wir nach dieser Hinrunde stolz auf uns sein", bemühte Forsberg die positive Sichtweise. In Sachen Saisonziel (Champions League) sind die Sachsen voll im Soll. Aber durch die eklatante Schwäche gegen die Topteams hat RB als Tabellenzweiter vier Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Bayern München. "Wir schauen nicht auf die Bayern, sondern nur auf uns", wiederholte Forsberg die gängige Herangehensweise.

Am Samstag startet RB beim Abstiegskandidaten Mainz 05 in die Rückrunde. Vielleicht wieder eine Chance für Emil Forsberg - Leipzigs Mann für die wichtigen Tore.

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