Gisdol über Meyer: «Keine Spielminuten zu verschenken»

Köln (dpa) - Ex-Nationalspieler Max Meyer wird sich beim Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln wohl noch auf eine längere Rolle als Reservist einstellen müssen.

«Es war allen klar, dass er kurzfristig wahrscheinlich keine selbstverständliche Verstärkung sein kann», sagte Trainer Markus Gisdol und ergänzte: «Ich kann keine Spielminuten verschenken, wenn ich denke, er hilft noch nicht optimal.»

Gisdol dementierte aber Medienberichte, nach denen er im Gegensatz zu Sportchef Horst Heldt gegen eine Verpflichtung des 25-Jährigen gewesen wäre. «Am Schluss war es eine gemeinsame Entscheidung», versicherte er. Dass Meyer nach drei Bundesliga-Spielen erst auf eine Einwechslung in der 90. Minute kommt plus 64 Minuten im DFB-Pokal ist für den Trainer aber verständlich. «Ellyes Skhiri, Elvis Rexhbecaj und Salih Özcan performen gerade gut und stehen voll im Saft. Dass er als neuer Spieler gleich einen von denen wegdrücken kann, obwohl er zuletzt ganz, ganz wenig Spielpraxis auf höchstem Niveau hatte, ist keine faire Erwartungshaltung. Es ist völlig normal, dass er sich hinten einreihen muss.»

Auch im Liga-Spiel gegen den VfB Stuttgart am Samstag (15.30 Uhr/Sky) dürfte es für Meyer also eng werden mit einem Einsatz. Zumal sich die Personalsituation beim FC bessert. Die angeschlagenen Ondrej Duda, Ismail Jakobs und Marius Wolf können wohl spielen. Somit fehlten neben den Langzeitverletzten Sebastian Andersson und Florian Kainz, bei denen es laut Gisdol weiter «keine Frage von Tagen, sondern von Wochen ist», nur noch Kapitän Jonas Hector und Abwehrspieler Sebastiaan Bornauw weiterhin. Beim Belgier Bornauw war am Mittwoch ein geplanter kleiner Eingriff an der Wirbelsäule verschoben worden, nachdem er eine allergische Reaktion auf die Narkose zeigte.

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