Pech, Kollisionen und Rätselraten

Das sächsische WM-Team PrüstelGP erlebt in Argentinien einen enttäuschenden Grand Prix. Vor allem Routinier Jakub Kornfeil ist weit von den eigenen Ansprüchen entfernt.

Termas de Río Hondo.

Ernüchtert fasste Jakub Kornfeil den zweiten Grand Prix der Saison zusammen. "Es war ein schwieriges Wochenende, und im Rennen wurde es nur noch schlimmer", meinte der tschechische Pilot vom sächsischen WM-Team PrüstelGP nach dem Rennen der Moto3-Klasse in Argentinien. Platz 24 und mehr als 40 Sekunden Rückstand auf den Sieger Jaume Masia (Spanien/KTM) liegen meilenweit von den eigenen Ansprüchen entfernt.

Schließlich hatte Kornfeil vor der Saison angepeilt, an die Erfolge seines letztjährigen Teamkollegen Marco Bezzecchi anzuknüpfen. Der inzwischen in der Moto2-Klasse fahrende Italiener hatte vergangene Saison dem am Sachsenring ansässigen Rennstall drei Siege beschert und bis zum letzten Grand Prix um den Titel der kleinsten WM-Klasse gekämpft. In den ersten beiden Rennen des Jahres wurde Kornfeil diesen Erwartungen nicht gerecht. Konnte er mit Platz zehn und sechs Meisterschaftspunkten zum Auftakt in Katar noch ganz gut leben, verhagelte das verkorkste Wochenende in Argentinien dem 25-Jährigen die Laune: "Null Punkte und Rang 17 in der Meisterschaft ist ziemlich schlecht. Das tut mir leid für mein Team."

In Termas de Río Hondo kam allerdings auch Pech dazu. Im Getümmel der ersten Runden stieß der KTM-Pilot mit einem Konkurrenten aneinander, verlor die Linie und fand sich am Ende des Feldes wieder. Bei der anschließenden Aufholjagd rutschte ihm in einer Kurve das Vorderrad weg. Ein Allerweltssturz, der dennoch für Rätselraten beim routinierten Piloten sorgte. "Wir analysierten die Daten, weil ich aus diesem Vorfall lernen wollte - auch um zu verstehen, was ich falsch gemacht habe", erklärte Kornfeil. "Leider konnten wir nichts finden. Das macht es schwierig, solche Stürze künftig zu verhindern."

Sein junger Landsmann und Teamkollege konnte nicht in die Bresche springen. Filip Salac hatte wie Kornfeil Pech, als ihn ein stürzender Konkurrent mit zu Boden riss. Noch unglücklicher war, dass ein Airbag im Rennanzug aufging. "Mein Brustschutz rutschte nach unten und ich konnte mich kaum bewegen", berichtete der 17-jährige WM-Neuling.

Für das tschechische Fahrerduo gilt es nun, in zwei Wochen beim Grand Prix der USA im texanischen Austin den Fehlstart in das Jahr zu vermeiden. Danach geht es für den WM-Tross bereits nach Europa.

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