Speerwerfer Röhler über WM-Aus: «Kleine Fehler im Timing»

Leipzig (dpa) - Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler hat die Ursachen für das Scheitern bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Doha analysiert. «2019 haben wir Trainingsentscheidungen getroffen für größere Pläne, die hatten Einfluss auf mein Training, auf das körperliche Vermögen perfekt zu koordinieren. Und wenn du hart trainierst und sich dein Körper nicht hundertprozentig wohl in sich selbst fühlt, dann machst du kleine Fehler im Timing. Die haben leider in so einer physischen Disziplin wie Speerwurf sehr große Auswirkungen», sagte Röhler am Mittwoch in Leipzig. Dort wird er von einem Reifenhersteller (Bridgestone) als neuer Botschafter neben Kristina Vogel und Fabian Hambüchen für die Kampagne «Verfolge Deinen Traum - Egal was kommt» vorgestellt.

Die gescheiterte Final-Qualifikation in Doha mit nur 79,23 Metern hat er schnell abgehakt. «Wir haben Pläne geschmiedet und haben einen klaren Zwei-Jahres-Plan. Ich lasse mich nicht wegen drei Würfen von meinem Traum Tokio 2020 abbringen. Deswegen bin ich seit dem Rückflug auch wieder total straight. Ich freue auf das, was in diesem Winter in der Vorbereitung kommt», blickt er optimistisch nach vorne.

Er will auch für die Jugend Vorbild sein. «Ich persönlich will Fußstapfen hinterlassen. Man ist erstmal Sportler für sich selbst. Doch Medaillengewinnen ist nicht alles. Es stimmt mich noch viel glücklicher, wenn ich die Medaille nutze, um mein Wort zu gewichten, um an die Leute ranzukommen», sagte der Athletensprecher des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF.

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