Tapfere Eispiraten müssen die Segel einholen

Für den Eishockey-Zweitligisten aus Crimmitschau ist die Saison beendet. Das Team verabschiedet sich erhobenen Hauptes in die Sommerpause.

Crimmitschau.

Endstation im Viertelfinale: Eishockey-Zweitligist Eispiraten Crimmitschau muss - trotz einer starken kämpferischen Leistung - vorzeitig die Segel einholen. Die Mannschaft kassierte am Dienstagabend bei den Löwen Frankfurt eine 4:7 (2:3, 1:2, 1:2)-Niederlage. Im fünften Spiel der Serie ist damit die Entscheidung gefallen.

"Das war eine harte Serie. Die Löwen Frankfurt haben sich verdient durchgesetzt. Wir können aber stolz auf unseren Auftritt sein", fasste Boris Rousson, Co-Trainer der Eispiraten, kurz nach der Schlusssirene zusammen. Die Stimmung im Mannschaftsbus auf der Rückfahrt nach Crimmitschau lässt sich schwer beschreiben. Einerseits war die Enttäuschung über das Ausscheiden zu spüren, andererseits auch Stolz auf die Leistungen in den Duellen gegen den Hauptrunden-Meister aus Hessen zu spüren. Die Löwen Frankfurt, die als einziger Zweitligist eine Bewerbung für den Aufstieg in die Deutsche Eishockey-Liga abgegeben haben, mussten sich mächtig strecken.

"Frankfurt hatte den besseren Start in die Playoff-Serie, wir wurden aber von Spiel zu Spiel besser", sagte Eispiraten-Stürmer Patrick Pohl. Der 29-Jährige machte deutlich, dass letztlich Kleinigkeiten den Unterschied ausgemacht haben. Pohl: "Wir haben aber gezeigt, dass wir mit einer der besten Mannschaften der Liga mithalten konnten." Eine Schlüsselsituation: Mitte des zweiten Drittels standen die Eispiraten Crimmitschau am Dienstagabend für 106 Sekunden in doppelter Überzahl auf dem Eis. Sie verpassten es, selbst in Führung zu gehen. "Das war sicherlich eine entscheidende Szene. Wir hatten aber auch davor und danach gute Möglichkeiten auf dem Schläger", sagte Patrick Pohl, der mit seiner Reihe an drei von vier Eispiraten-Treffern beteiligt war. "Wir haben das Powerplay nicht genutzt. Danach ist das Spiel gekippt", ergänzte Boris Rousson, der bei der Pressekonferenz den gesundheitlich etwas angeschlagenen Trainer Daniel Naud vertrat.

Während die Zukunft von Naud, der erst vor acht Wochen das Kommando übernahm und die Westsachsen zum Klassenerhalt führte, noch ungewiss ist, haben Geschäftsführer Jörg Buschmann und Gesellschafter Ronny Bauer die Personalplanungen schon vorangetrieben. Acht Positionen im Kader für die Saison 2019/20 sind besetzt. Die Verteidiger Carl Hudson, Felix Thomas und André Schietzold sowie die Stürmer Vincent Schlenker, Patrick Klöpper, Dominic Walsh, Adrian Grygiel und Patrick Pohl tragen weiter das Eispiraten-Trikot.

Statistik

Frankfurt - Crimmitschau 7:4 (3:2, 2:1, 2:1). Tore: 1:0 Maginot (4.), 1:1 Pohl (8.), 2:1 Tousignant (11.), 3:1 Pistilli (15.), 3:2 Schlenker (16.), 3:3 Hilbrich (24.), 4:3 Skokan (36.), 5:3 Mitchell (40.), 5:4 Flick (56.), 6:4 Eisenmenger (60.), 7:4 Lewandowski (60.). Strafminuten: Frankfurt 10, Crimmitschau 14. SR: Haupt/Oswald. Zuschauer: 3388.

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