Wenn das Wetter verrückt spielt

Trotz windiger Prognosen keine Wettkampfabsage

Klingenthal.

Im wahrsten Sinne gebeutelt waren die Klingenthaler in jüngster Vergangenheit, was das Wetter bei Springen in der Vogtland-Arena betraf. Der Sommer-Grand-Prix 2018 fiel dem Wind zum Opfer. Als auch die Prognosen für diesen Supersamstag nicht die besten waren, richtete sich OK-Chef Alexander Ziron auf schwerste Verhältnisse ein. Trotz des provisorischen Windsegels musste der Wettbewerb der Damen nach vier Springerinnen unterbrochen werden. Den Neustart auf 14.30 Uhr zu verlegen, erwies sich als Glücksgriff. In der Zwangspause glühten zwar bereits bei Ziron die Telefondrähte mit den Hotels. Er buchte die Damenteams, die bereits ausgecheckt hatten, eine weitere Nacht ein, um vielleicht Sonntag das Einzel nachzuholen. Dazu kam es aber nicht. "Ein Dank an die FIS, die gut entschieden hat. Die Wetterprognose war zum Glück falsch", so Ziron. Dem Gespür von FIS-Rennchef Walter Hofer - gepaart mit einer Portion Risiko - war es zu verdanken, dass letztlich die Damen einen Wertungssprung und der Teamwettbewerb der Herren sogar komplett stattfinden konnten.

Dass laut Ziron im Radio bereits von einer Absage zu hören war, sollte für die Zuschauerresonanz nicht dienlich gewesen sein. Dennoch kamen Samstag knapp 5000 und Sonntag bei bis zum Wettkampfbeginn strömendem Regen nochmal 4200 Fans in die Arena. Ziron: "Ich kann nur vor unserem Publikum den Hut ziehen, zumal man sich die Springen ja auch gemütlich im Fernsehen anschauen kann", sagte der OK-Chef. Das neue fest stationierte Windnetz, das bedeutend größer und 2020 fertiggestellt werden soll, wird mehr Schutz bieten. Im nächsten Winter ist ein Kombinationsweltcup und in der Olympiasaison 2021/22 wieder ein Skisprungweltcup im Vogtland geplant. Dann vielleicht mal bei schönem Wetter. (tp)

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