Agrarhändler Baywa steigert Umsatz trotz Dürre

Preissteigerungen gleichen Ernteverluste in Region Sachsen mehr als aus

Trotz der Trockenheit, die für Ernteeinbußen und damit zu einem Rückgang der Erfassungsmengen führte, hat der Agrarhändler Baywa seinen Umsatz 2018 im Vergleich zum Vorjahr in der Region Sachsen steigern können. Laut Dieter Popp, Leiter des Business Service Centers, kletterte er um 48 auf insgesamt 555 Millionen Euro. Dabei ist und bleibt der Handel mit Weizen & Co. das wichtigste Standbein des Konzerns in Ostdeutschland, mit dem rund 70 Prozent des Umsatzes erzielt wurden. Da 2018 wetterbedingt auch weniger Pflanzenschutzmittel und Dünger geordert wurden, sei diese Umsatzsteigerung vor allem auf höhere Preise für Getreide und Saatgetreide zurückzuführen, sagte Matthias Eckstein, Spartengeschäftsführer Agrar, am Dienstag in Hainichen. Das Jahr 2019 sei gut angelaufen. Bei einer durchschnittlichen Vegetationsentwicklung sei deshalb mit einer weiteren Umsatzsteigerung zu rechnen.

In der Baywa-Vertriebsregion Sachsen, zu der auch Niederlassungen in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg gehören, wird regelmäßig mehr Getreide geerntet als verbraucht oder weiterverarbeitet. "Im vergangenen Jahr blieb wegen der Dürre aber nicht so viel wie sonst für den Export übrig", sagte Eckstein. 80 bis 90 Prozent seien im Inland abgesetzt worden. Hauptabnehmer der Überschüsse sei die Futtermittelindustrie gewesen.

Allerdings nimmt der Anteil der ökologisch erzeugten Landwirtschaftsprodukte auch in Sachsen deutlich zu. Konkrete Zahlen, welche Rolle dieses Geschäftsfeld bei Baywa inzwischen spielt, nennt der Konzern nicht. "Wir verzeichnen aber eine steigende Nachfrage nach Maschinen zur mechanischen Behandlung der Felder", sagte Reinhold Bichle, Spartengeschäftsführer Technik.

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