Rinderbestand in Sachsen auf historischem Tief

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Kamenz/Dresden (dpa/sn) - Der Bestand von Rindern in Sachsen ist auf ein historisches Tief gefallen. Mit 452 700 Tieren (Stand: November 2020) in 6450 Haltungen seien es so wenige wie noch nie seit Beginn der Zählung in 1992, teilte das Statistische Landesamt am Dienstag mit. Das seien 7800 Rinder weniger als 2019. Auch der Schafbestand sei um 4400 auf eines neues Tief von 65 000 gefallen.

«Diesen Abwärtstrend beobachten wir seit Jahren und führen ihn auf die Milchkrise zurück», sagte dazu Juliane Streubel vom Sächsischen Landesbauernverband. Durch die niedrigen Milchpreise würden immer mehr Bestände abgebaut, da sie aus wirtschaftlicher Sicht nicht mehr tragbar seien. «Dazu kommen wachsende Anforderungen an das Tierwohl, die wir prinzipiell begrüßen», fügte Streubel an. Um diesen gerecht zu werden, seien jedoch unter anderem Umbauten an Stallanlagen nötig, die wirtschaftlich nicht für alle Landwirte Sinn ergäben. Zudem drängten Produzenten aus den USA oder Neuseeland auf den Markt, die den Preis von Rinderprodukten niedrig halten.

Zuwachs verzeichneten die Statistiker jedoch bei den Schweinen. Dort sei der Bestand im Vergleich zu 2019 um 7100 auf nun 660 800 angewachsen. Mit einem Gesamtanteil von knapp 60 Prozent waren die Tiere in den Landkreisen Mittelsachsen, Nordsachsen und Meißen verteilt. Im Landesschnitt seien je 100 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche 74 Schweine gehalten worden. Der Bundesschnitt lag bei rund 156.

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