Red Bull Air Race: Dolderer holt als erster Deutscher den Titel

Kunstflieger Matthias Dolderer hat als erster Deutscher bei der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft den Titel geholt. Beim Debüt der Flugsport-Rennserie auf dem Indianapolis Motor Speedway feierte der Tannheimer seinen dritten Saisonsieg und kann auf der letzten Station in der Gesamtwertung nicht mehr abgefangen werden.

"Wahnsinn, ein Traum ist wahr geworden", sagte der 46-Jährige nach seinem Triumph vor 62.000 Zuschauern. Rang zwei ging beim vorletzten Wettbewerb an den Briten Nigel Lamb, Dritter wurde der Kanadier Peter McLeod. Das achte und letzte Rennen der Saison findet am 15./16. Oktober in Las Vegas statt.

Vizeweltmeister Matt Hall (Australien) war der einzige Pilot, der Dolderer den WM-Titel streitig machen konnte, scheiterte aber. "Ich habe versucht, alles auszublenden, und habe mich nur von Lauf zu Lauf konzentriert", sagte Dolderer: "Ich danke meiner Familie und meinem Team - das ist einfach unbegreiflich. Jetzt muss ich nachher noch den Yard of Bricks küssen." Dolderer gewann die WM mit 80,25 Punkten vor Hall (55,75) und dem Österreicher Hannes Arch (41,00), der Anfang September bei einem Hubschrauber-Absturz ums Leben gekommen war.

In der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft treffen die weltbesten Piloten in einem Motorsportwettkampf der Extraklasse, in der Geschwindigkeit, Präzision und Geschick über Sieg und Niederlage entscheiden, aufeinander. Die Piloten navigieren ihre äußerst leichten und extrem manövrierfähigen Rennflugzeuge mit einer Geschwindigkeit von bis zu 370 km/h und Fliehkräften von bis zu 10G nur wenige Meter über dem Boden durch einen Parcours, der aus 25 m hohen aufgeblasenen Pylonen besteht.

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