Basketballer gegen Dominikanische Republik unter Druck

Die deutschen Basketballer treffen im zweiten WM-Vorrundenspiel auf Außenseiter Dominikanische Republik. Nur mit einem Erfolg dürfen Dennis Schröder & Co. noch realistisch auf die Zwischenrunde hoffen. Ein prominenter Fan glaubt ans Team.

Shenzhen (dpa) - Nur ein Sieg zählt: Die deutschen Basketballer dürfen sich bei der WM in China gegen die Dominikanische Republik keinen Ausrutscher erlauben.

Nach dem 74:78 gegen Frankreich steht das Team um Anführer Dennis Schröder heute im zweiten Vorrundenspiel (10.30 Uhr/Magentasport) mächtig unter Druck. Das Wichtigste im Überblick:

AUSGANGSLAGE: Nur ein Erfolg erhält realistisch die Chance auf die Zwischenrunde. Bei einer Niederlage müsste Jordanien gegen Frankreich gewinnen, damit die deutsche Mannschaft noch hoffen darf - das aber wäre eine riesige Sensation. Sollte Deutschland in der Vorrunde scheitern, wäre dies zudem ein großer Rückschlag in der Hoffnung auf eine sportliche Olympia-Qualifikation. Wenn der Sprung in die WM-Zwischenrunde mit zwei Siegen über die Dominikanische Republik und Jordanien am Donnerstag (10.30 Uhr) gelingt, bräuchte es dort voraussichtlich auch zwei Erfolge, um ins Viertelfinale zu kommen.

ZITAT: «Ich war nach dem Spiel überzeugt, dass die Mannschaft zusammenfindet und mit großer Geschlossenheit antreten wird. Die Mannschaft hat sehr viel Herz gezeigt in dem Spiel, das kann man mitnehmen. Das macht uns aus, wir werden mit voller Kraft gegen den zweiten Gegner spielen.» (Bundestrainer Henrik Rödl über die Lehren aus der Frankreich-Niederlage für die Partie gegen die Dominikanische Republik)

GEGNER: Die Dominikanische Republik ist als Weltranglisten-18. zwar vier Plätze höher als Deutschland eingestuft - und doch krasser Außenseiter. Ein zwölfter Platz 1978 ist bislang der größte Erfolg bei einer Weltmeisterschaft. Eigentlich besitzt der Karibikstaat sogar zwei aktuelle Topspieler aus der NBA, doch die beiden Center Al Horford und Karl-Anthony Towns sind nicht dabei.

Beim 80:76 über Jordanien am Sonntag mussten die Dominikaner lange zittern. «Es ist sehr wichtig, weil es der erste Sieg für die Dominikanische Republik zum Start einer WM ist», lobte Trainer Nestor Garcia dennoch. «Sie sind nicht so strukturiert wie Frankreich. Ich glaube, dass es etwas wilder wird», analysierte Bundestrainer Rödl den Gegner.

DUELLE: Für die Auswahl des Deutschen Basketball Bunds ist es eine Premiere - gegen die Dominikanische Republik hat die A-Nationalmannschaft noch nie ein Spiel absolviert.

HISTORIE: Das deutsche Team muss auch einen historischen WM-Fehlstart verhindern. Zwei Niederlagen zum Auftakt einer Weltmeisterschaft gab es bislang noch nie. 2010, 1994 und 1986 ging zwar jeweils das Auftaktspiel verloren, anschließend kam die DBB-Auswahl aber mit einem Sieg zurück.

AUSFLUG: Einige deutsche Spieler nutzten ihre Freizeit für eine Erkundungstour durch die südostchinesische Millionenmetropole Shenzhen. Danilo Barthel und Johannes Voigtmann veröffentlichten am Montagabend (Ortszeit) Bilder vom Ping An International Finance Center, mit 599 Metern eines der höchsten Gebäude der Welt.

UNTERSTÜTZUNG: Nach seinem Besuch des deutschen Auftaks gegen Frankreich hat Dirk Nowitzki den Glauben an seine Nachfolger noch nicht aufgegeben. «Die nächsten zwei Spiele zählt's. Und dann ist auch alles möglich», sagte der 41 Jahre alte WM-Botschafter im ZDF. Die neue Rolle als Zuschauer fällt ihm noch nicht ganz leicht. «Am Anfang habe ich mir das noch ganz cool angeschaut, aber im vierten Viertel bin ich dann schon etwas höher aus meinem Sitz rausgekommen und ganz am Schluss saß ich auf meiner Lehne. Es ist schon ein anderes Gefühl, ein bisschen hilflos.» Am Montagabend war Nowitzki beim spanischen 73:63-Sieg über Puerto Rico in Guangzhou zu Gast.

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