Das muss man zum Großen Preis von Spanien wissen

Vor dem Europa-Auftakt der Formel 1 beschäftigt vor allem eine Frage: Kann irgendwer Mercedes stoppen? Ferrari hat nach dem Saison-Fehlstart zumindest technisch kräftig aufgerüstet.

Barcelona (dpa) - Die Formel 1 kehrt zurück auf ihren Kernmarkt Europa. Das fünfte Saisonrennen am Sonntag (15.10 Uhr/RTL und Sky) in Barcelona gilt als wegweisend für den weiteren Verlauf des Titelkampfs.

Keine Strecke kennen Fahrer und Teams besser als den Circuit de Catalunya, auf dem seit Jahren die Wintertests gefahren werden.

Wer ist Favorit?

Ganz klar: Mercedes. Die Silberpfeile haben in den ersten vier Grand Prix des Jahres Doppelerfolge eingefahren - ein Rekord. Der Finne Valtteri Bottas führt dank zwei Siegen und des Zusatzpunkts durch eine schnellste Rennrunde mit 87 Zählern die WM an. Zweiter mit einem Punkt Rückstand ist Titelverteidiger Lewis Hamilton. Der Brite gewann in den beiden Vorjahren in Barcelona. Seit Einführung der Hybridmotoren 2014 hat viermal ein Mercedes-Fahrer in Spanien als Erster das Ziel erreicht. Die Ausnahme war 2016, als sich Hamilton und Nico Rosberg kurz nach dem Start von der Strecke rammten.

Wer soll denn Mercedes überhaupt schlagen?

Die größten Hoffnungen macht sich Ferrari. Im Winter holte sich Sebastian Vettel in Barcelona die Test-Bestzeit. Nach dem ernüchternden Saisonauftakt bringt die Scuderia einen verbesserten Motor mit zum Circuit de Catalunya und hat auch weitere Neuerungen dabei, die den SF90 beschleunigen sollen. Außenseiter-Chancen rechnet sich Max Verstappen im Red Bull aus. Auch der Niederländer hat schon ein neues Triebwerk im Auto. Seit seiner Siegpremiere 2016 hat Verstappen eine ganz besondere Beziehung zu Barcelona.

Was macht den Grand Prix sonst noch interessant?

Für das Fachpublikum sind die vielen Updates spannend, mit denen die Autos in Katalonien auf die Strecke rollen. Wegen der Nähe zu den Rennfabriken der Teams in Europa bringen die Rennställe für gewöhnlich in Barcelona erstmals im Jahr eine großes Paket an Neuheiten mit. Im Fahrerlager bauen die Teams zum ersten Mal in der Saison die eigenen Motorhomes auf, ihre glitzernden mobilen Unterkünfte. Zu den Rennen außerhalb Europas werden diese PS-Tempel nicht mitgenommen. So herrscht rund um die Strecke das Gefühl eines Neustarts für die Saison, die nun so richtig Fahrt aufnimmt. Wer jetzt schwächelt, kommt so schnell nicht mehr hinterher.

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