Herausforderung Heidenheim

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Noch nie konnten die Auer bei der physisch starken Mannschaft von "Schlitzohr" Frank Schmidt gewinnen. Das soll sich am Samstag ändern.

Aue.

Beim FC Erzgebirge Aue muss man sich derzeit warm anziehen. Grund dafür ist nicht etwa die bisher erzielte Ausbeute in der laufenden Saison. Da stehen die Kicker mit 29 Zählern und Platz acht solide da. Vielmehr sanken in dieser Woche die Temperaturen im Lößnitztal teilweise bis auf minus 20 Grad, die Trainingsplätze des Fußball-Zweitligisten waren mit reichlich Schnee überzogen.

Zahlreiche Helfer bildeten deshalb mit viel Einsatz ein Räumkommando, um dennoch für ein brauchbares Geläuf zu sorgen. "Die Trainingsbedingungen waren in dieser Woche tatsächlich teilweise extrem. Dennoch sind wir mit vollen Einsatz zur Sache gegangen und haben einige Inhalte umgesetzt, auch wenn das nicht immer draußen möglich war. Am Mittwoch mussten wir zum Beispiel in die Halle umziehen", sagte Chefcoach Dirk Schuster. Doch die Schneesituation wolle er nicht als Ausrede gelten lassen und kein Gejammer anstimmen. "Wir werden und müssen zurecht kommen", machte der Trainer deutlich.

Fokussiert muss der FC Erzgebirge auch weiter sein. Denn aus sportlicher Sicht warten nach Meinung von Jan Hochscheidt Wochen der Wahrheit auf die Veilchen. Und im ersten Semester dieser Reifeprüfung steht am Samstag, 13 Uhr, das Auswärtsspiel beim 1. FC Heidenheim auf dem Plan.

Die Statistik sollte man vor dieser Begegnung aber lieber nicht bemühen, um die Auer Chancen auf einen Auswärtsdreier beim aktuellen Tabellenzehnten (26 Punkte) zu bewerten. Seit 2010, als der FCE erstmals zu einem Punktspiel in Heidenheim antrat und 0:0 spielte, konnten die Veilchen keinen Sieg in der baden-württembergischen Stadt einfahren. "Auf uns wartet eine ganz schwere Aufgabe, wobei ich ein enges Spiel erwarte", sagte Hochscheidt, der schon vor elf Jahren gemeinsam mit dem Auer Torwart Martin Männel und dem heutigen Co-Trainer Marc Hensel in Heidenheim aufgelaufen war..

Sein aktueller Teamkollege Florian Krüger, der mit bisher zehn Treffern in der laufenden Saison als Chefknipser der Schuster-Elf unterwegs ist, weiß ebenfalls um die Herausforderung. "Der Vorjahresdritte verfügt über eine gute und eingespielte Truppe. Wir müssen die bestmögliche Leistung abrufen, um gegen die heimstarken Heidenheimer bestehen zu können", sagte der Stürmer. Mut mache dem 21-Jährigen insbesondere das letzte Heimspiel des FCE. "Wir müssen mit dem Einsatz und der Leidenschaft wie in der 2. Halbzeit gegen den Hamburger SV zur Sache gehen. Wenn wir das machen, bin ich guter Dinge, etwas mitnehmen zu können", sagte Krüger.

Auch Dirk Schuster hat die Auer Auswärtsbilanz gegen die Heidenheimer, die am vergangenen Wochenende aus Paderborn wegen Unbespielbarkeit des Platzes unverrichteter Dinge wieder abreisen mussten, als Kennzahl auf den Tisch gelegt bekommen. "Wir haben einiges vor, wollen diese Serie beenden und mit Willensstärke versuchen, erstmals drei Punkte mitzunehmen", blickte der Chefcoach voraus. Allerdings sei er sich auch bewusst, dass mit Frank Schmidt ein Trainer beim Kontrahenten das Sagen hat, der seine Mannschaft immer wieder in verschiedenen taktischen Systemen agieren lässt.

"Frank ist diesbezüglich ein richtiges Schlitzohr. Er hat uns in der Vergangenheit ab und zu vor Problemchen gestellt. Wir müssen auf vieles vorbereitet sein", analysierte Schuster. Zudem stehe der FCH für eine extrem starke Physis, denn die Truppe gelte als die laufstärkste Mannschaft der 2. Bundesliga. "Da rollt sicherlich etwas auf uns zu. Aber ich denke, dass wir sehr gut vorbereitet und in der Lage sind nach dem Punktgewinn gegen den HSV den positiven Trend fortzusetzen", sagte Schuster.

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