IOC hebt Restriktionen gegen Biathlon-Weltverband auf

Das Internationalen Olympische Komitee hat sämtliche im Zusammenhang mit dem Doping- und Korruptionsskandal verhängten Restriktionen gegen den Biathlon-Weltverband IBU aufgehoben. Das gaben beide Verbände im Anschluss eines Treffens von IOC-Präsident Thomas Bach mit dem neuen Biathlon-Chef Olle Dahlin am Freitag in Lausanne bekannt.

"Das IOC würdigt die sehr guten Fortschritte, die in den kritischen Bereichen Good Governance, Ethik und Dopingbekämpfung erzielt wurden", sagte Bach: "Auf dieser Basis freuen wir uns auf die beste Zusammenarbeit mit der IBU zum Nutzen des Biathlons und der Athleten."

Bach mahnte allerdings auch an, dass alle nach der Wahl Dahlins zum IBU-Präsidenten Anfang September initiierten Reformen "vollständig umgesetzt" werden müssten, um Biathlon in eine Ära "größerer Transparenz und guter Regierungsführung" zu leiten.

Das IOC hatte am 12. Juni dieses Jahres alle Zahlungen an die IBU gestoppt. Hintergrund waren Ermittlungen der Zentralen Staatsanwaltschaft zur Verfolgung von Wirtschaftsstrafsachen und Korruption WKSTA in Österreich. Die Behörde, die gegen den mittlerweile zurückgetretenen norwegischen IBU-Präsidenten Anders Besseberg und die deutsche Generalsekretärin Nicole Resch ermittelt, gehen dem Verdacht nach, dass seit 2011 65 Dopingfälle russischer Biathleten vertuscht worden seien. Dafür sollen Bestechungsgelder geflossen sein. Ein Bericht der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA stützt die Vorwürfe.

"Das Vertrauen in die neue IBU-Führung durch das IOC ist für uns Bestätigung und Verpflichtung zugleich. Die Aufhebung aller Beschränkungen und die Wiedereinsetzung von Zahlungen zeigen, dass wir mit unseren Reformanstrengungen auf dem richtigen Weg sind", sagte Dahlin. Der Schwede sicherte zu, sämtliche Reformen voranzutreiben. Dazu gehören ein neuer Verhaltenskodex, die Neuordnung der Ethikkommission sowie der Beitritt der IBU zur International Testing Agency (ITA).

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