Männel kann Niederlage nicht verhindern

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Der starke Torwart des FC Erzgebirge hält zwei Elfmeter, trotzdem verlieren die Auer mit 0:2 (0:1) beim 1. FC Heidenheim. Dort ist für die Veilchen einmal mehr nichts zu holen.

Heidenheim.

Seit einem reichlichen Jahrzehnt bemüht sich der FC Erzgebirge Aue darum, beim 1. FC Heidenheim ein Punktspiel zu gewinnen. Auch am 21. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga blieb es beim guten Vorsatz, aus der Voith-Arena einen Dreier mitzubringen. In den Mannschaftsbus der Veilchen wurden vor Beginn der Rückfahrt zwar die Kisten mit allen Ausrüstungsgegenständen, aber keine Punkte verladen. Die Elf von Cheftrainer Dirk Schuster verlor 0:2 (0:1) und bleibt mit 29 Punkten im Mittelfeld der Tabelle notiert. Mann des Tages war Torwart Martin Männel, der zwei Elfmeter entschärfte. Doch diese Heldentaten waren insgesamt zu wenig, um am Ende die Niederlage verhindern zu können.

Schon vor dem Anpfiff gab es die erste Hiobsbotschaft im Auer Lager zur verkraften. Pascal Testroet, der im bisherigen Saisonverlauf neun Treffer markiert hatte, konnte wegen einer Erkältung nicht auflaufen. Er wurde durch Philipp Zulechner ersetzt. Der Start in die Partie ging dann völlig daneben. Es waren gerade einmal knapp zwei Minuten gespielt, als Schiedsrichter Lasse Koslowski für Heidenheim auf den Elfmeterpunkt zeigte. Gaetan Bussmann hatte zuvor Marvin Lee Rittmüller an der Strafraumgrenze leicht gehalten.

Männel im Auer Kasten konnte den Strafstoß von Denis Thomalla jedoch parieren und den Ball zur Ecke klären. Doch die Freude über die sehenswerte Parade verflog bei den Kickern aus dem Erzgebirge blitzschnell. Denn den Eckball verwertete Patrick Mainka aus Nahdistanz per Kopf zum 1:0 (3. Minute). "Ehe wir richtig auf dem Platz standen, lag meine Mannschaft schon hinten. Das war ganz anders geplant. Doch mit zunehmender Spieldauer haben wir fußballerisch einige Sachen ganz gut hinbekommen, standen aber beim schnellen Umschaltspiel der Heidenheimer in der Abwehr nicht immer kompakt genug", schätzte Schuster ein.

Die Gäste zeigten sich danach tatsächlich nicht völlig geschockt, vermochten aber auch keine gefährlichen Aktivitäten im gegnerischen Strafraum zu entwickeln. Ein Kopfball vom Steve Breitkreuz ging nach reichlich 20 Minuten vorbei, doch anschließend setzten die Heidenheimer wieder die Akzente. So konnte sich Männel auf keinen Fall über mangelnde Beschäftigung beklagen. Ganz dick kam es für die Schuster-Elf und insbesondere Breitkreuz nach einer reichlichen halben Stunde. Erst sah er nach einem Foul den gelben Karton. Unmittelbar danach landete der Ball im Strafraum aus Nahdistanz am Arm des Auers. Der Berliner Referee entschied sich dafür, den Arbeitstag von Breitkreuz mit Gelb-Rot vorzeitig zu beenden und wieder auf den Punkt zu zeigen. Dem Schiedsrichter machte Schuster wegen dieser Entscheidung keinen Vorwurf. "Ich glaube, er hat sich regelkonform verhalten", machte der Auer Coach deutlich.

Im Duell mit Christian Kühlwetter blieb Männel erneut Sieger und hielt seine Mannschaft damit im Spiel. Nach dem Seitenwechsel investierte Aue mehr in die Offensive, ohne dabei den gegnerischen Torwart vor unlösbare Probleme zu stellen. Männel musste hingegen weitere Arbeitsnachweise erbringen.

In der 81. Minute tauchten die Gäste dann doch gefährlich in der Heidenheimer Box auf. Der eingewechselte Calogero Rizzuto bediente Jan Hochscheidt, doch dessen Kopfball verfehlte das Gehäuse. Dann war es in der Schlussphase einmal mehr Hochscheidt, der den gegnerischen Torwart Müller zu einer starken Parade zwang. "In der zweiten Halbzeit hat meine Mannschaft ein ganz ordentliches Spiel gemacht. Da hat man durchaus gemerkt, dass die Souveränität auf der Gegenseite nicht mehr so vorhanden war. Wir hätten aber die eine oder andere Situation besser ausspielen und elementare Dinge besser lösen müssen, haben aber in Unterzahl nach dem Seitenwechsel aber auf jeden Fall Moral gezeigt", sagte Schuster. In der Nachspielzeit kassierte Aue dann doch noch das 0:2. Tim Kleindienst vollendete einen Konter zum Endstand.

Der zweifache Elfmeter-Killer Männel wusste, dass die Heidenheimer in der ersten Halbzeit seinem Team ordentlich zugesetzt hatten. "Wie sich dann unsere Truppe mit einem Mann weniger geschlagen hat, hat mich beeindruckt. Wir haben uns nie aufgegeben und das Spiel lange offen gehalten", fasste der Auer Torwart zusammen. Doch am Ende bleibt der Fakt bestehen, dass Aue in Heidenheim einfach nicht gewinnen kann.

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