Öttl will überraschen, Schrötter durchstarten

Nur in der Moto2-Klasse sind 2019 deutsche Piloten unterwegs - Im Rookies-Cup will ein Talent aus der Region auf sich aufmerksam machen

Chemnitz.

Marcel Schrötter vom deutschen Dynavolt-Intact-GP- Team und Philipp Öttl halten wie vergangene Saison auch 2019 zu zweit die deutsche Fahne in der Motorrad-WM hoch. Für das sächsische WM-Team liefen die Tests vor der neuen Saison nicht gut.

2018 gab es mit Philipp Öttl in der Moto3-Klasse einen deutschen Grand-Prix-Sieger. Wie stehen die Chancen dieses Jahr?

Nach dem Aufstieg von Öttl in die Moto2-Klasse sind gute Platzierungen eher dem anderen Deutschen in der mittleren WM-Klasse, Marcel Schrötter, zuzutrauen. Der Bayer musste während seiner Karriere mit einigen Problemen kämpfen. Vergangene Saison war aber die beste seiner Karriere. Beim schwäbischen Dynavolt-Intact-GP-Team fuhr er erstmals auf ein WM-Podium. Der 26 Jahre alte Kalex-Pilot aus Landsberg nimmt nun den ersten Grand-Prix-Sieg ins Visier.

Was hat sich Öttl vorgenommen?

Für den 22-Jährigen wird es darauf ankommen, sich nach dem Aufstieg zurechtzufinden. Sein Maßstab wird der Teamkollege bei Red-Bull-KTM sein: Marco Bezzecchi. Und diese Latte dürfte hoch genug liegen, denn der Italiener fuhr vergangene Saison für Prüstel-GP in der Moto3-Klasse auf WM-Platz drei, Öttl beendete die Saison als 16.

Wie liefen die Testfahrten für das sächsische Prüstel-GP-Team?

Mit eher überschaubaren Zeiten des tschechischen Fahrer-Duos. Bei WM-Neuling Filip Salac gilt es, geduldig zu sein, doch Jakub Kornfeil ist von den anvisierten Topplätzen ein gutes Stück entfernt. Hinzu kam ein heftiger Abflug des 25-Jährigen zum Abschluss. "Meine Lederkombi war komplett zerstört, aber ich habe nur ein bisschen Schmerzen im linken Daumen", sagte er. "Ich freue mich sehr auf die kommende Woche. Auch wenn wir in den Zeitenlisten nicht ganz oben stehen, so bin ich optimistisch, dass wir die letzten Tests gut gemeistert haben."

Wie sieht es mit dem deutschen Nachwuchs aus?

Ob in den nächsten Jahren ein deutscher Pilot den Sprung in die WM schafft, ist derzeit nicht abzuschätzen. Positiv ist, dass anders als im vergangenen Jahr wieder ein deutscher Pilot im Red-Bull-Rookies Cup an den Start geht. Phillip Tonn aus Neukirchen bei Crimmitschau möchte in der Nachwuchsserie, die im Rahmen des Sachsenring-Grand-Prix und sieben weiterer WM-Rennen stattfindet, den nächsten Schritt machen.sesi

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